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Alt 03.06.2009, 21:20
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AW: Skandalurteil oder nachvollziehbar?

Also mir geht es nicht um den Verein, aber die Info erst später nachzuschieben, dass der Spieler ja nun doch noch Mitglied war, ist nicht ok (und dann eben nicht neutral, sondern schon tendenziös). Das hätte unbedingt ins erste Posting gehört. Das meinte ich. Welcher Verein das ist, ist mir völlig schnuppe.

Desweiteren hinkt der Vergleich mit der roten Ampel. Da werden eben bestehende Gesetze angewandt und nicht die Intention.
Würde man die Intention bestrafen, müsste man einen Unterschied machen, ob einer absichtlich bei rot drüberfuhr oder nur aus Versehen.

Genauso ist es in diesem Fall. Ob das Verhalten des Vereines sportlich fair war, ist (z.B. vor dem Sportgericht) völlig egal. Es zählt nur, was die Regeln und Statuten sagen.

Zitat:
Nur soviel zum Thema "Sportrichter" : Es sollten hier m. E. rein sportliche Aspekte betrachtet werden. Sportliche und faire.
Das ist eben der Denkfehler. Es geht (man kann dies zwar beklagen, aber so ist es nun mal) nicht um sportliche oder faire Aspekte, sondern um (sport)rechtliche. Nur das zählt !
Alles andere sind - sorry - romantische und naive Vorstellungen.

Ein Beispiel aus vergangener Zeit: Christoph Daum hat anno dunnemal (als Trainer bei Stuttgart) in Leeds einen 4. Nicht-EU-Ausländer eingewechselt (war damals verboten). Der hatte keine Ballberührung und wurde eine Minute später (als ihnen der Fehler bewusst wurde) wieder ausgewechselt.
Ergebnis: Stuttgart wäre weiter gewesen, das Spiel wurde wiederholt und Stuttgart schied aus. Vom Gefühl und der Fairness her hätte es natürlich Stuttgart verdient, weiter zu kommen.
Man kann sich aber eben nicht auf Einschätzungen, Gefühle, Emotionen oder Fairness verlassen, sondern es zählen allein die offiziellen Regeln und Statuten. (Da kann schon mal was scheinbar Ungerechtes rauskommen, aber wo will man die Grenze ziehen ? Ist im realen Leben vor Gericht auch oft so.)
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Geändert von SiegenburgTT (03.06.2009 um 21:26 Uhr)
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