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Alt 18.03.2003, 20:30
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Spielbericht TT-Oberliga: TuS Bad Aibling – TTV Neustadt 6:9

Autor: Philipp Greiner

Mit einem verdienten 9:6 wies das Neustädter Tischtennis-Sextett die Bad Aiblinger in fremder Halle in die Schranken. Wolfram Lipp beendete die Partie mit einem am Ende deutlichen Fünfsatz-Sieg. Damit schloss eine Begegnung der Neustädter seit langem wieder einmal ohne Schlußdoppel. Dieses wurde zwar bereits begonnen, konnte aber bei einer 2:1-Satzführung und 9:7 für die Aischgründer abgebrochen werden.
In den Eingangsdoppeln gab es klare Spielausgänge. Reiß/Greiner hatten gegen das Topdoppel Wiltschka/Lederer keine Siegchance. Beliy/Hartmann gegen Wiesböck/Dengler und Schoppel/Lipp gegen Englmeier/Zehetmaier gaben zwar einen Satz ab, waren aber schließlich ungefährdet.
Wie gewohnt konnte Yevgeniy Beliy mit der Nummer 2 der Gastgeber Katz und Maus spielen. Er zeigte sich unbeeindruckt von dem unorthodoxen Blockspiel Lederers und zog die Bälle zumeist unerreichbar für seinen Kontrahenten über das Netz.
In den ersten drei Durchgängen präsentierte sich Richard Hartmann gleichwertig mit dem besten Akteur der Liga, Jozef Wiltschka. Wiederholt boten die beiden Protagonisten den Zuschauern lange Topspinballwechsel aus der Halbdistanz. Beeindruckend an Wiltschkas Topspins war vorallem deren Höhe. Sie strichen nur so gerade knapp über das Netz und sprangen folglich kaum von der Platte ab. Erst im vierten Satz war Hartmann – in Gedanken der verpassten Chance im Durchgang zuvor nachhängend als er mit einer guten Führung startete - mit seinem Latein am Ende und musste dem Slowaken gratulieren.
Im Aufeinandertreffen der beiden Mannschaftsführer dominierte der Kapitän der Mittelfranken. Nur im dritten Satz bekam Greiner aufgrund seiner konditionellen Verfassung Probleme. Er bog aber einen 5:9-Rückstand um und nutzte bei 13:12 seinen dritten Matchball.
Reiß revanchierte sich gegen Englmeier für die vor einem Jahr überraschend erlittene Niederlage. Gegen den mit zwei Antitop-Belägen abwehrenden Oberbayern benötigte er lediglich im ersten Satz einige Bälle zum Eingewöhnen. Im Anschluss sammelte nur noch Englmeier die auf seiner Plattenhälfte einschlagenden Bälle ein..
Ein Punkteteilung gab es im hinteren Paarkreuz. Zunächst musste sich Lipp Dengler in vier Sätzen beugen. Der Linkshänder der Aiblinger kam immer wieder miit seinem Rückhandblockball zum Zuge, während Lipp einige Großchancen vermasselte.
Schoppel hingegen ließ die Sätze zunächst dahinplätschern, um am Ende der Sätze mit gut gestzten Topspinschlägen oder platzierten Blocks zu Punkten zu kommen. So blieb Zehetmeier nur ein Satzgewinn verdankt, als der Neustädter bei 2:0-Sätzen sich schon im Ziel wähnte.
Das erste Mal seit langem holte das Prunkstück der Aischtaler, das 1. Paarkreuz, im zweiten Einzeldurchgang keinen Zähler.
Dem Ukrainer Beliy merkte man deutlich an, dass ihm die zwangweise Trainingspause wegen der Schulferien und der damit verbundenen geschlossenen Trainingshalle, nicht bekam. Er wirkte bei weitem nicht so lauffreudig wie gewohnt. Trotzdem bot er Wiltschka einen großen Kampf. Am Ende entschieden aber die vielen vergebenen Großchancen das Match zugunsten des Slowaken. Völlig unerwartet unterlag Hartmann Lederer. Zum einen fand Hartmann zunächst nicht die richtige Einstellung gegen einen Gegner, der ihm in den technischen Möglichkeiten bei weitem unterlegen ist, zum anderen spielte der Aiblinger großartig auf und wuchs dabei über sich hinaus. Auch von der Aufholjagd Hartmanns von 0:2-Sätze auf Satzgleichstand ließ er sich nicht beeindrucken. Bei 10:9 behielt er die Nerven und holte sich die Partie.
Zwei 3:0-Siege gab es im mittleren Paarkreuz. Reiß gewann leicht und locker gegen Wiesböck. Währenddessen verlor Greiner in drei ausgeglichenen Sätzen jeweils knapp.
Den doppelten Punktgewinn brachten die Neustädter im hinteren Paarkreuz in trockene Tücher. Schoppel stellte erneut seine derzeit gute Verfassung unter Beweis, indem er Dengler jederzeit in Schach hielt und somit Lipp die Vorlage zu dem siegbringenden Punkt gab. Diese Chance nutze dieser in der bereits erwähnten Weise.
Mit 16:16 Punkten sieht es nunmehr erheblich besser für den Klassenerhalt aus. Ein Grund sich zurückzulehnen, besteht allerdings nicht. Nach Einschätzung der Situation sind mindestens drei weitere Punkte zum sicheren Klassenerhalt nötig.

Ergebnisse:

Wiltschka/Lederer – Reiß/Greiner 3:0
Wiesböck/Dengler – Beliy/Hartmann 1:3
Englmeier/Zehetmaier – Schoppel/Lipp 1:3
Wiltschka – Hartmann 3:1
Lederer - Beliy 0:3
Wiesböck – Greiner 0:3
Englmeier – Reiß 0:3
Dengler – Lipp 3:1
Zehetmaier – Schoppel 1:3
Wiltschka – Beliy 3:1
Lederer – Hartmann 3:2
Wiesböck – Reiß 0:3
Englmeier – Greiner 3:0
Dengler – Schoppel 1:3
Zehetmaier – Lipp 2:3
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