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Ich möchte mal einiges richtig stellen:
Von Badminton bekommt man keinerlei aerobe Ausdauer; die gibt es nur bei längerer dauerhafter Belastung im aeroben Bereich, also z.B. Radfahren und Laufen. Hierbei wird vor allem das kardiovaskuläre System trainiert. Wenn jemand nur Badminton spielt, macht den jeder durchschnittliche Jogger schon bei einem 5km Lauf platt.
Mit Badminton wird zum einen die Schnellkraftausdauer erhöht. Das heißt, eine wiederholte Maximalbeanspruchung wird muskulär besser verkraftet, weil die Erholungsmechanismen in den Ruhepausen (und von denen gibt es reichlich beim Badminton: blöd/stolz gucken bei Beendigung des Ballwechsels, Ball holen gehen, aufheben, zum Aufschlag schreiten, Konzentrationsphase, Aufschlag) optimiert werden. Zum anderen wird anaerobe Kapazität (plötzliche, zeitlich mittlere Maximalbelastung bis zur Kotzgrenze) erhöht: man kann mehr Schnellkraftleistung abrufen.
Kurzum Badminton ist ebenso "einseitig" wie die hier wohl ironisch "statischen" genannten Sportarten.
Wenn man es wirklich optimal machen will, braucht man beides: eine perfekte Balance zwischen Kreislauf- und Schnellkrafttraining. Letzteres würde ich dann aber immer in der eigentlichen Sportart absolvieren, weil da die relevanten Muskeln und Bewegungsabläufe trainiert werden.
p.s. statt Badminton könnte man auch genausogut Squash nehmen.
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Immer schön eklig spielen !
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