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Alt 25.03.2003, 12:20
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25.03.2003 © Nordkurier: Laura Matzke/Dimitri Ovtcharov holen nationales Mixed-Silber

Laura Matzke/Dimitri Ovtcharov holen nationales Mixed-Silber


Auch Julia Kasbaum überzeugt - Franziska Bütow liefert Fünf-Satz-Krimi
Prenzlau (rk). Die besten Tischtennissportler der Schülerklasse haben im nordrhein-westfälischen Spexard/Gütersloh ihre Deutschen Meister ermittelt. In die von den großen Verbänden der alten Bundesländer (Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen) beherrschten Szenerie mischten sich mit Laura Matzke und Julia Kasbaum (ESV Prenzlau) auch Mitfavoriten aus den Ost-Bundesländern. Konnte sich Matzke bereits 2002 mit Edelmetall, Silber (Doppel) und Bronze (Einzel), schmücken, so ging sie in diesem Jahr mit Partner Dimitri Ovtcharov (Niedersachsen) konkrete Medaillenziele an.
Das gelang am ersten Wettkampftag hervorragend. Denn Laura Matzke erspielte sich mit ihrem Partner Silber im Mixed-Wettbewerb. Nach schwerem Auftakt gegen Süs/Wolf (Pfalz), in dem man Satz eins abgab und die folgenden "zu 9"gewann, gelangten sie ohne großen Widerstand ins Finale. Dort trafen sie auf die topgesetzten Gürz/Endreß (Bayern). Auf dem Weg ins Finale hatten diese beiden nur einen Satz im Viertelfinale gegen Solja/Mertens (Pfalz/Saarland) verloren. Letztere spielten überraschend stark. Sie warfen nach knappem 3:1 Julia Kasbaum/David Steinle (Baden-Württemberg) in der zweiten Runde aus dem Rennen.
Das Mixed-Endspiel wurde zum würdigen Höhepunkt. Im Fünf-Satz-Krimi führten zunächst die Norddeutschen, gerieten in 1:2-Rückstand und konnten diesen wieder ausgleichen. Letztlich wurde das eingespieltere Paar 11:8-Sieger in Satz fünf und so mit 3:2 Sätzen Deutscher Meister.
Da es Ovtcharov, bereits Bundesliga-Spieler bei den Herren, nicht verstand, seine große Klasse umzusetzen, gaben die schnelleren Beine und das dichtere Spiel am Tisch den Ausschlag. Für Laura Matzke ist Silber dennoch ein großer Erfolg, auf den sie, ihr ESV Prenzlau und der TTV Brandenburg stolz sein können.
Die dritten Plätze holten die Ungesetzten Gwosdz/Horn (Hessen) und Strese/Szabo (Baden-Württemberg).

Groß aufgetrumpft

In den Einzel-Gruppenspielen wurden Matzke und Kasbaum ihren Setzplätzen ohne Satzverlust gerecht.
Die wieder genesene Franziska Bütow (Prenzlau) schaffte trotz Trainingsrückstandes den Sprung in die nächste Runde. Gegen die Gesetzte Volz (Baden-Württemberg) reichte es zwar nur zum Gewinn eines Satzes. Dafür hielt sie aber sowohl Thesing 3:1 als auch Möller (Schleswig-Holstein) 3:0 sicher nieder, denn ihr Aufschlagspiel war besser als sonst.
Um unter die besten 16 zu kommen, hätte sie nun Seidel (Sachsen) ausschalten müssen. Im wohl spannendsten Match des Tages sah man eine verzweifelt kämpfende Bütow, die der fehlenden Spielpraxis Tribut zollen musste. Gute Aufschläge, ein taktisch kluges Topspin-Spiel, aber die minimal schwächeren Nerven als ihre Kontrahentin. Im fünften Satz viele Matchbälle auf beiden Seiten. Dimensionen alter Zählweise wurden erreicht, denn das bittere Ende hieß für Franziska Bütow nach überaus glänzender Gegenwehr 22:24.
Ferner war Claudia Freiwald für Brandenburg am Start. Sie kam jedoch über den Gewinn eines Satzes nicht hinaus.
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