Schade und meiner Meinung nach ein klarer sportlicher Rückschritt, dass das nicht geklappt hat. Aber ganz ehrlich: Eine Entscheidung pro Relegation hätte mich auch etwas gewundert. Funktionäre denken mehrheitlich eben nicht nach rein sportlichen Gesichtspunkten, sondern eher nach "funktionellen". Da steht dann eben das Argument, dass Ligenstärken etwas verzerrt werden können, höher als deutlich mehr Spannung bei den Teams während der gesamten Runde.
1. Beim Verzerren der Ligenstärke muss erwähnt werden, dass das bei Relegation möglich ist. Aber es handelt sich hierbei um allerhöchstens eine Mannschaft mehr in der unteren Liga. Außerdem sieht man ja bei den Verbandsligen, dass dieses Verzerren der Ligenstärke sehr selten tatsächlich vorkommt: 11er Ligen gab es schon immer und wird es immer geben; eine 12er Liga habe ich gar nicht entdecken können; und die 10er Ligen (Sollstärke) sind in der Mehrheit. Das Beispiel der 1.BezLiga liegt daran, dass dieses Jahr alle etwas schwächeren Teams der Landesliga Süd/West aus Schwaben kamen (außerdem waren es 7 Teams aus Schwaben und nur 3 aus Oberbayern in der LL). 11 Mannschaften wären es demnach eh in der 1.BezLiga gewesen; mit Unterknöringen sind´s jetzt 12. Das ist aber doch die absolute Ausnahme. Schaut Euch mal die Bezirksligen in Unterfranken (die spielen schon das 4.Jahr Relegation) an:
http://0910.tt-liga.de/ligeneinteilung/700. Ergebnis: Zwei 11er Ligen und der Rest 10er Ligen bei den Erwachsenen. Dieses Argument ist also für mich bei Weitem nicht so schlagkräftig wie die sportlichen Argumente für die Relegation.
2. Wie schaut es damit aus, dass ein einzelnes Spiel über Abstieg entscheiden kann? Im ersten Moment absolut richtig. Aber ganz ehrlich: Ist das nur bei der Relegation der Fall? Wenn zwei Spieltage vor Schluss der Vorletzte gegen den Drittletzten spielt, entscheidet auch dieses eine Spiel über den Abstieg. Außerdem sind doch genau diese "Endspiele" für jeden Sport das Salz in der Suppe. Für Entscheidungsspiele kannst Du Zuschauer und die Öffentlichkeit gewinnen und nicht dafür, dass irgendwann mal der 5. gegen den 6. ein "Finale" um Platz 5 in der Liga macht. Ein weiteres Gegenargument ist die Tatsache, dass der Achte einen deutlichen Vorteil bekommen hätte, um den Nachteil des möglichen Abstiegs auszugleichen: Der Achte darf den genauen Spieltermin bestimmen (-> höhere Wahrscheinlichkeit des Antretens in Bestbesetzung) und hat dazu noch den Heimvorteil. Wenn das nicht reicht, muss man einfach anerkennen, dass der Gegner sportlich besser ist. Und warum soll dieser dann nicht aufsteigen dürfen? Nur weil eine Übermannschaft ihm in seiner Liga den Meistertitel weggeschnappt hat?

Für mich nicht nachvollziehbar.
Zwei Beispiele ganz klar für die Relegation:
1.
http://0809.tt-liga.de/10012H/wochenbericht (München-Ost konnte über den Umweg Relegation aufsteigen).
2.
http://0809.tt-liga.de/3081H/wochenbericht (Oberndorf zum 3.Mal hintereinander Zweiter und zwei gute, junge Spieler gehen zum TSV Rain; Aufstiegschance war gleich Null, weil es keine Relegation in Schwaben gibt).
Man beachte insbesondere bei beiden Mannschaften das Spielverhältnis (jeweils über +100!!). Solche Mannschaften sollten doch auf alle Fälle eine Aufstiegschance erhalten (ist zumindest meine Meinung

). Das ist auch besser für den Wettbewerb in der unteren Liga, denn wenn solche Mannschaften zusammenbleiben (bei Nichtaufstieg), ist das Meisterschaftsrennen in der nächsten Saison total uninteressant.
3. @jumaki: Dass man schon einmal eine Relegation in einem Kreis in Schwaben gespielt hat, wusste ich nicht. Was waren denn die entscheidenden Punkte, dass man sie wieder abgeschafft hat?