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Alt 30.06.2009, 14:02
sasma sasma ist offline
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AW: Favoriten bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Mädchen

Zitat:
Zitat von wolldaumalwassage Beitrag anzeigen
Zum Thema Baunatal habe ich hier was geschrieben.
Ansonsten: super Tischtennis, geile Stimmung bis...
...ja bis die Verantwortlichen meinten, sie müssten die Musikinstrumente verbieten. Danach sicher auch sehr gute Stimmung, aber es war anders. Dazu fällt mir schlicht ein:
Hans-Wilhelm Gäb: "Nun brauchen wir mal Fans, die sich organisieren und in den Hallen Hexenkessel-Atmosphäre schaffen statt nur schweigend und expertenhaft zuzuschauen. Die Japaner in Yokohama haben zuletzt vorgeführt, wie man das macht. Begeisterung in den Hallen überträgt sich auf die Presse und auf das Land."
Und kaum haben wir das, wirds gebremst, verboten. Danach habe ich einige Male gehört: Die Kinder, die als Fans mitgekommen sind, sind total enttäuscht, sie hatten sich so gut vorbereitet. Das war ein Bärendienst für Tischtennis. Diese Kinder kommen NIE wieder gut organisiert und vorbereitet in eine TT-Halle und machen Hexenkessel. Weil das dürfen sie ja eh nicht...
Das Grundsatzproblem der Veranstaltung ist wohl der deutsche Föderalismus, der m.M. nach Tischtennis oder den Sport überhaupt sowieso an allen Ecken behindert.
Einfluß auf diese Veranstaltung haben:
- Regeln zur Jugendfreigabe
- Regeln zur Jugendersatzstellung
- Regeln zur Qualifikationsmöglichkeit (nur Jugendligen oder auch Nachwuchsmannschaften in Erwachsenenligen)
- Mannschaftsstärken (mit einer 4er Damenmannschaft kann ich noch eine Nachwuchsmannschaft in der Regionalliga realisieren, mit einer 6er Herrenmannschaft geht das bei 4er Nachwuchsmannschaften der Jungs schon nicht mehr wirklich...)
- Struktur der Nachwuchsligen
- evtl. auch Einflußnahme der Landestrainer auf Einsatz der Kaderspieler in entsprechenden Ligen
- mögliche Übergänge Nachwuchs zu Erwachsenenspielbetrieb (Stichwort Spielklasse für eine erfolgreiche Nachwuchsmannschaft)
und vieles mehr
Es ist also im Grunde im Vorfeld entschieden, welche Mannschaften um den Titel spielen (können), ganz vorne scheinbar: TTVWH, WTTV und Berlin. Andere nur mit Sonderlösungen (Ausländer, Start in Damenklasse, Zugang zur Halbrunde, ...).
Sonst ist mir aufgefallen:
Am ersten Tag wurden teilweise schon harmlose "Faust zeigen"-Aktionen mit gelb geandet (da wurde wohl vor dem Turnier darauf hingewiesen), am zweiten Tag gab es nicht mal für wirklich aggressive Faustspiele Verwarnungen mehr... Ob das wirklich sinnvoll ist?
Zwischen den Spielern gab es eigentlich nie Diskussionen oder gar Streit (ich habe zumindest nichts gesehen). Wenn es Diskussionen gab, dann waren das immer die Betreuer und meist untereinander... Völlig überflüssig - da stellt sich die Frage, wer erwachsen und wer pubertär ist. Betraf allerdings nur einzelne!
Die Musikinstrumente wurden nicht verboten, sondern die Anwendung sollte vermindert werden. Ok, der Übergang ist hier fließend
Das erste Grund für diese Entscheidung war, dass die Spieler Ihre Betreuer und die Schiedsrichter nicht mehr verstanden haben. Es wurde zur jederzeit selbst bei Fehlaufschlägen getrommelt. Selbst in Satzpausen hatten viele das Gefühl, dass es nur noch ums Trommeln und nicht um Tischtennis geht. Wie unsere nicht geraden leisen Fans (ohne Trommel; darunter auch Kinder von unter 10 Jahren) neben der größten Trommlergruppe saßen, dachten die Meisten, dass sie einen Hörschaden nach der Veranstaltung haben. Ferner kamen Beschwerden von den Anwohnern über die Lautstärke der Trommeln. Die Polizei wurde bereits verständigt. Wobei die Trommler selbst mit Ohrstöpseln in beiden Ohren dort saßen, um sich vor Ihren eigenen Trommeln zu schützen. Sie hätten dann wenigstens Ohrstöpsel an alle Anderen in der Halle verteilen können

Bei der zweiten von Dir geschilderten Grundproblematik der DMM gebe ich Dir recht. Jeder Landesverband hat andere Regeln hinsichtlich des Einsatzes von Jugendlichen in Erwachsenenmannschaften, usw.. Hier muss eine bundeseinheitliche Regelung getroffen werden. In einigen Bundesländern werden Jugendliche später oder gar nicht freigeholt, da sie z.B. über die EJ-Regel bis zu sechsmal pro Halbrunde bis hoch zur Oberliga bei den Herren spielen können. In anderen Bundesländern können sie nur dreimal bis maximal auf Bezirksebene spielen und werden daher schon viel früher fest in einer Herrenmannschaft gemeldet. Wenn wir in unserem Bundesland eine ähnliche Regelung wie z.B. im WTTV, Berlin und BW hätten, wären wir mit noch einem weiteren Jugendlichen mit Niveau Verbandsliga Vorne in die Jugendsaison gestartet.
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