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Alt 30.06.2009, 18:53
edgri edgri ist offline
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Idee AW: GSV Eintracht Baunatal deutscher Vizemeister der wbl. Jugend

Ich stelle mal relativ unkommentiert hier den Bericht von der Website des TTC Reutlingen rein - da klingt schon einiger Frust durch. Die Wahrheit wird hier wie so oft in der Mitte liegen...
Einen Hammer allerdings finde ich die provozierte Auszeit des Großenritter "Mäzens", falls das wirklich so war. Eigentlich traue ich es ihm nicht zu.
Zitat:
Bereits vor dem Halbfinale legten die Reutlinger Protest gegen die Mannschaftsaufstellung von Baunatal ein, die an Position drei und vier zwei lettische Jugendnationalspielerinnen aufgeboten haben, und dies keinesfalls der Spielstärke entsprach. Nach den Doppeln stand es erwartungsgemäß 1:1. Am vorderen Paarkreuz gewannen Weidle und Skokanitsch ihre Spiel und brachten den TTC mit 3:1 in Führung, die von Shuvaeva und Petrosuite wieder egalisiert wurde. Baunatal lag bis zu diesem Zeitpunkt allerdings einen Satz in Führung. Nach weiteren 30 Minuten Spielzeit gewannen die Reutlingerinnen am vorderen Paarkreuz auch ihre zweiten Spiele, gaben allerdings jeweils einen Satz ab. Somit mussten Müller und Marx den beiden Lettinnen für den Finaleinzug vier Sätze abnehmen. Während Marx gegen die absolute 'Überfliegerin' Petrosuite (sie gab im ganzen Turnier gerade mal zwei Sätze ab) chancenlos war, lief Kathrin Müller nach verlorenem ersten Satz zur Hochform auf und steigerte sich in einen wahren Spielrausch. Taktisch glänzend von Betreuer Markus Fach eingestellt, lag sie mit 2:1 Sätzen und 7:5 in Führung, als das Unfassbare geschah: Der Baunataler Vereins-Mäzen hatte erkannt, dass das Match längst gekippt war und seine völlig entnervte Spielerin Shuvaeva auf der Verliererstraße war. Der lettische Trainer 'Vladi' hatte auch kein 'time out' mehr. Also rannte der Vereinsboss nach dem 7:5 Führungspunkt in die Box und beschwerte sich minutenlang über die frenetische Anfeuerung der Reutlinger Fans. Durch diese Spielunterbrechung konnte sich die Lettin wieder neu konzentrieren, machte die nächsten drei Punkte und fand so ins Spiel zurück. Sie entschied diesen Satz knapp mit 11:9 für sich und gewann auch den fünften Satz sicher mit 11:6, da Müller nicht mehr zu ihrem Konzept fand. 'Eine solche unglaubliche Unsportlichkeit habe ich noch nie in meiner langen Zeit als Jugendleiter erlebt', urteilte Fach. Leider wurde auch dieser Protest vom Schiedsgericht abgelehnt, da es eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters war, die Partie ohne Punktabzug für die Baunataler fortzuführen....
Anmerkungen zur 'getürkten' Mannschaftsaufstellung von GSV Eintracht Baunatal:
Vor der Hinrunde hat Baunatal die beiden lettischen Jugendnationalspielerinnen Anne Shuvaeva und Julija Petrosuite an Position ein und zwei gemeldet, da über den lettischen Trainer von Baunatal entsprechende Kontakte vorhanden waren. Die deutlich bessere Petrosuite machte während der ganzen Saison kein einziges Spiel für Baunatal, Shuvaeva spielte in der Hinrunde einmal, in der Rückrunde nicht. Wegen fehlender Bilanzpunkte konnten die beiden Spielerinnen dann zur Rückrunde an Position fünf und sechs aufgestellt werden. Diese Aufstellung ist für die regionalen und nationalen Meisterschaften maßgebend und wurde somit auch vom Hessischen Tischtennisverband genehmigt. Beide Spielerinnen wurden dann erstmals bei den Südwest-Meisterschaften eingesetzt. Die Chance, dass diese beiden Spielerinnen ihre Einzel jeweils mit 3:0 gewinnen und auch im Doppel eine 'Bank' sind, liegt auf der Hand. Somit musste das vordere Paarkreuz lediglich hin und wieder einen Satz gewinnen, denn ein 5:5-Unentschieden reicht dann fast immer zum Sieg. Nach den Ausschreibungsregularien hat der prüfende Landesverband zu prüfen, ob nach der Spielstärke aufgestellt wurde. Hier hat es sich der hessische Verband wohl einfach gemacht und lediglich die Bilanzpunktzahl zu Grunde gelegt. Eine Nachfrage, warum diese Spielerinnen während der Saison nicht eingesetzt wurden, ist unterblieben. Tatsache ist, dass beide im Ausland wohnen, kein Wort deutsch sprechen und für ihre Einsätze einen vierstelligen Euro-Betrag von Baunatal erhalten. Der Protest der Reutlinger wäre nur dann erfolgreich gewesen, wenn der Nachweis geführt werden kann, dass die Spielerinnen in der nationalen lettischen Verbandsrunde eingesetzt waren. Dies ist praktisch nicht möglich.
In einem Beschwerdebrief an den deutschen Tischtennisbund wird TTC-Jugendleiter Hartmut Fach die klare Forderung stellen, dass diese nach den gültigen Regularien mögliche Praxis unterbunden werden muss und die Statuten des Verbandes entsprechend geändert werden sollten. Wohin soll sonst der Jugendsport noch führen, wenn ausschließlich der 'Geldbeutel' über den Erfolg entscheidet, da beispielsweise Baunatal mit seinen 'gekauften' Spielerinnen nicht nur die anderen Vereine um den Erfolg betrogen hat, sondern auch den regulär an Position drei und vier gemeldeten deutschen Spielerinnen die Chance genommen hat, einmal in ihrer Karriere bei nationalen Meisterschaften mitzuspielen. Die beiden haben sich übrigens sportlich fair bei allen beteiligten Gegnern für diese sportliche Ungerechtigkeit entschuldigt.
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Mit sportlichen Grüßen
Ed
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