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AW: Wimbledon
Vom Spielverlauf her könnte man denken, dass tatsächlich der Falsche gewonnen hat, zumindest wenn man die Anzahl Servicebreaks zum Massstab nimmt. Erstaunlicherweise herrschten heute umgekehrte Verhältnisse als es zu erwarten war, Roddick auf der Grundlinie sehr solide und aggressiv, Federer eher etwas passiv in den Grundlinienduellen, dafür heute insgesamt der besserere Aufschläger.
Das Tiebreak im zweiten Satz ist ein "Beweis" dafür, dass Federer wieder der Alte ist: das Spiel wäre wohl schon fast verloren gewesen, und dann schafft er es irgendwie wie in vergangenen Jahren noch den Satz zu "stehlen". Nicht schlecht war auch die Leistung, den besten Tiebreakspieler gleich zweimal hintereinander zu schlagen.
Vielleicht ist das eines der Spiele die eigentlich unentschieden hätten ausgehen sollen, was es leider im Tennissport nicht gibt. Roddick hat bezüglich Fitness, Lauftempo, Grundliniensicherheit einiges dazugelernt und ist definitiv wieder vorne mit dabei.
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Dr. Strangelove
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