Einzelnen Beitrag anzeigen
  #5  
Alt 31.03.2003, 23:59
SebGrosjean SebGrosjean ist offline
registrierter Besucher
Junior-Forenmitglied
 
Registriert seit: 09.02.2003
Beiträge: 64
SebGrosjean ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
In der Höhe ist die Luft-Densität (air density) und P O2 (Sauerstoffdruck) niedriger. Die tiefere Densität verringert den Luftwiederstand, also dürften die Bälle ein bisschen schneller und auch höher sein.
Warum das physisch so ist weiss ich jetzt nicht.

Was physiologisch passiert kann ich dir sagen:
Wenn man sich von Sea Level auf hohe Höhe begibt, macht der Körper gewisse Adaptionen, s.g. Acclimatization.

Wenn der tiefere arterielle P O2 registriert wird, erhöht sich zunächst die Ventilation (Atmung) um den den ursprünglichen O2/CO2 Gasaustausch zu erreichen. Die Ventilation stabilisiert sich nach einigen Tagen auf 2-3 Liter/min mehr als auf sea level.

Weil die Luft weniger Sauerstoff enthält, wird die Oxygen Saturation in arteriellem Blut immer tiefer als normal, aber kann den Sauerstoff Bedarf der Gewebe (bei nicht allzuhoher körperlicher Anstrengung) immer noch adequat decken.

Langfristig bei körperlicher Anstengung, wenn der Sauerstoffdruck im Blut tiefer wird, reagieren die Nieren, in dem sie die Produktion von Erythropoietin (EPO) erhöhen, was die Produktion von roten Blutkörpern im bone marrow stimuliert.
(einfach: mehr rote Blutkörper mit weniger Sauerstoff = weniger rote Blutkörper mit mehr Sauerstoff (Sauerstoff Saturation) )

Kurzfristig gesehen, bevor diese Kompensation eintrifft, wird körperliche Anstrengung immer in hypoxische Zustände resultieren (gewebe kriegen zu wenig Sauerstoff). Das dürfte einigen Skifahrern, die sich sehr schnell in sehr hoch gelegene Skigebiete begeben, passiert sein.

Sorry dass mir nicht immer das deutsche Wort einfällt

MfG
SebGrosjean
Mit Zitat antworten