Der Abwehrtitan lobt nun Lafontaine geradezu über den grünen Klee, sieht ihn ja fast schon als Messias. So weit will ich nicht gehen, aber...
Zitat:
Zitat von bibu09
In meinen Augen war sein (Lafontaines) damaliger Abgang durchaus richtig (fand ihn dabei soagr sehr konsequent),
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Besonders wenn Du das so siehst, betrachte doch unter dem Gesichtspunkt mal das gestrige
Sommerinterview und das Drumherum dazu. Dort wird wieder dieser Mythos gepflegt, er habe damals, sich aus der Verantwortung stehlend, hingeschmissen und sei auch nur in der Linken, um sich an der SPD zu rächen.
Wieso diese persönliche Ebene? Wer weiß es, wer weiß es?
Das ganze Interview ist jedenfalls ein Paradebeispiel für den Umgang mit der Linken in den meisten Medien. Mit was für Samthandschuhen werden denn bitteschön andere Politiker angefaßt?
Inhaltlich wird sich kaum oder nur oberflächlich mit der Partei auseinandergesetzt. Dabei, und das ist wahrscheinlich der Grund, vertreten sie zumeist Positionen, die in der Bevölkerung eher befürwortet werden. Es soll jetzt bitte keiner sagen, das sei populistisch. Im Gegenzug ist nämlich das Ignorieren der Mehrheitsmeinungen zutiefst undemokratisch. Und daß dies nun größtenteils eigentlich auch sozialdemokratische Positionen sind - heute muß man sagen, sein sollten - zeigt, wie nötig diese Partei gerade ist.
Demokratie lebt von alternativen Angeboten und Wahlmöglichkeiten. Es haben ja schon mehrere User geschildert, daß sie es irgendwie so empfinden, als haben sie gar keine Wahlmöglichkeit mehr. Egal, was nun kommen möge, große Koalition oder schwarz-gelb, irgendwie würde so weitergewurschtelt werden.
@Joe_Rakete
Bezugnehmend auf Deine Signatur: Das Pferd FDP ist seit 1982 tot.