Zitat:
Zitat von Jaskula
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- niedrige Lohnabschlüsse erhalten Arbeitsplätze => nix war's, das Geld ging in Form von Dividende an die Eigner
- Privatisierungen sorgen für mehr Markt und von daher für höhere Qualität und niedrigere Preise => Oh ja, die Energieversorgung ist ein Paradebeispiel für funktionierende Märkte und das Bahnfahren ist deutlich billiger geworden bei gleichzeitigem Ausbau den Angebotes - jetzt werden sogar Milchkannen angefahren.
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Hat beides nichts mit dem Ansatz von Angebots-/Nachfragepolitik zu tun.
Zitat:
Zitat von Jaskula
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- Leistung muss sich lohnen => gerade deshalb sind die Boni für erfolgreiche Wirtschaftskapitäne so wichtig, als Zeichen für uns alle, dass grenzenlose Gier und Rücksichtslosigkeit die Tugenden der Zukunft sind.
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Denkst Du nicht, dass sich Leistung lohnen muss? Natürlich muss sich Leistung lohnen und auch bei nachfrageorientierter Wirtschaftspolitik wird es dementsprechende Modelle geben.
Zitat:
Zitat von Jaskula
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Es wäre Zeit, einmal zu prüfen, ob nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik nicht die bessere Antwort auf unsere Probleme wäre.
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Warum das nicht funktionieren kann, habe ich oben geschrieben. Ich denke, die deutsche Wirtschaft ist auch ein bisschen zu komplex für ein "warum nicht mal versuchen" (trial and error). Für mich gibt es ein paar wesentliche Ansätze, damit angebotsorientierte Wirtschaftspolitik besser funktioniert. Nur kurz (da sich bei mir Leistung noch lohnt): Abschaffung von Aktienhandel, Stoppen bzw Zurücknehmen der Privatisierung systemrelevanter Einrichtungen. Schaffung eines dritten Arbeitsmarktes, der im wesentlichen mit der Zukunft beschäftigt: Ausbildung, Weiterbildung, Forschung, Betreuung, usw.. Abschaffung des Föderalismus.
PS Konjunkturprogramme sind übrigens typische Werkzeuge der nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik. Du solltest nun also zum glühenden Verehrer von Merkel werden