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Alt 20.07.2009, 19:41
JanMove JanMove ist gerade online
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AW: Butterfly Roundell

Also meinem ersten Eindruck nach kann ich scubidu in fast allen Punkten zustimmen. Der Belag sieht vom Obergummi aus wie ein Bryce (FX) und spielt sich in etwa wie ein ungeklebter Bryce FX. Deswegen kann man von einem FK-Effekt wie bei den ESN-Tensoren nicht sprechen. Im Vergleich zum Sonex JP Gold ist er deutlich langsamer und katapultärmer.
Der Belag spielt sich gar nicht so weich wie befürchtet. Der Schwamm liegt von der Härte zwischen der des JO Silver und dem JP Gold. Das Obergummi ist aber straffer, wodurch sich der Belag wie ein Belag aus dem mid-soft bzw. weichen Mediumbereich spielt. Der Sriver G3 spielt sich für mich subjektiv weicher, da dessen Obergummi elastischer ist bei nur minimal härterem Schwamm. Lustigerweise ist die Ballflugkurve des Roundell höher und gebogener als beim Sonex aber flacher als beim G3.
Ähnlich wie den G3 schätze ich den Roundell als sehr sicheren vario-offensiven Belag ein, der aber maximal für Off- Spieler vom Tempo ausreichend sein dürfte. Das, was mir am besten am Roundell gefällt, ist das Aufschlagen. Kurze flache Aufschläge gehen erstaunlich gut mit ordentlich Suppe drin. Gegner, die normalerweise meine Sonex oder Expree One Aufschläge problemlos returnieren, haben jetzt sehr viele direkte Rückschlagfehler gemacht, da sie den Schnitt unterschätzten. Was auch sehr gut geht, ist das kurze Zurücklegen des Balles. Aufgrund des geringen Katapultes ist das nicht verwunderlich. Allerdings hatte ich bei langen Rückschlagschupfs Probleme, den Ball flach zu halten. Irgendwie sind die Bälle immer mit einem höheren Bogen aus dem Belag herausgesprungen als gewollt. Eine weitere Stärke des Roundell ist das passive Blockspiel. Einfach die Kelle hinhalten reicht in der Regel, um einen Topspsin wieder zurückspielen zu können, was natürlich am fehlenden Katapult liegt. Auf der anderen Seite fehlt dieser Katapult, um wirklich gefährlich aggressiv blocken zu können.
Beim Topspinspiel ist es so, dass man auf offene Bälle alles sehr sicher anziehen kann, und wenn man mit ordentlichem Armzug spielt, dann ist das Tempo halbwegs akzeptabel. In der Regel sind die Tops aber zu harmlos, um gegen gleich starke Gegner effizient punkten zu können. Insbesondere fehlt aus der Halbdistanz die nötige Power. Grössere Mühe hatte ich hingegen beim Topspin auf starken Unterschnitt. Da sind mir einige Bälle gnadenlos ins Netz abgetaucht. Da muss man schon mit einer ziemlich starken Bewegung nach oben ziehen.

Mein erstes Fazit lautet:
Der Roundell ist für bisherige Frischkleber sicherlich keine Ersatzlösung. Wer ESN-Tensoren gewohnt ist, wird wie bei allen BTY-Belägen den fehlenden Katapult plus Tempo vermissen. Selbst im Vergleich zu den Tenergys ist er langsamer und katapultärmer. Der Belag kann zwar für Allround und Off- Spieler eine Alternative sein, allerdings gibt es in diesem Segment genügend Beläge mit ähnlichen Eigenschaften. Irgendwie erscheint mir der Roundell ein Belag zu sein, den es eigentlich nicht braucht. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich eher den G3 bevorzugen, da sich dieser aus meiner Sicht gefühlvoller spielen lässt bei ähnlichem Spin- und Tempopotential.
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