Einzelnen Beitrag anzeigen
  #128  
Alt 06.08.2009, 12:00
Benutzerbild von powerpaul
powerpaul powerpaul ist offline
Es lebe der Don!
Foren-Urgestein - Master of discussion *
 
Registriert seit: 03.09.2004
Ort: hier und jetzt
Alter: 49
Beiträge: 5.462
powerpaul ist ein angenehmer und geschätzter Diskussionspartner (Renommeepunkte mindestens +150)powerpaul ist ein angenehmer und geschätzter Diskussionspartner (Renommeepunkte mindestens +150)
AW: Brauche einen Rat - Noppen / Testberichte

Nun ein paar Eindrücke des Speedy Soft D.Tecs:

Gespielt auf unterschiedlichen Hölzern (Adolescen, P500, Hino-Carbon Power) in rot 1,5 mm.
Auffällig ist die Weichheit des Belages, sowohl die Noppen an sich als auch der Schwamm sind soft(+).
Gewählt hatte ich den Belag, um einerseits das Problem der MLN an sich, das Offensiv-Spiel zu umgehen und trotzdem beim Block noch einen kleinen Störeffekt zu erhalten.
Diese Prämisse erfüllt der Belag an sich, doch zu den einzelnen Schlägen.

Aufschlag/Rückschlag: Eigene Aufschläge mit dem Speedy Soft D.Tecs sind als eingestreute Variante ganz in Orndnung um den Gegner zu verwirren, auf Dauer aber nicht sinnvoll, da die Effeterzeugung sich im Rahmen einer normalen KN hält.
Bei Rückschlag hat der Speedy Soft D.Tecs zwei Gesichter. Kurze Aufschläge retournieren ist sehr einfach und der Effet beim geschupften Rückschlag ist immerhin so groß, daß die meisten Spieler den Ball nicht durchziehen können. Als Variante den Ball mit Überschnitt gespielt sorgt zwischendurch für Verwirrung beim Aufschläger. Mehrere Trainingsgegner bestätigen zudem einen kleinen Störeffekt. Bei der Annahme schneller Aufschläge muß man schon konzentriert agieren, der Katapult setzt ein, wenn man hart an den Ball geht. Mit etwas Training kann man damit umgehen.
Schupf/Flipp: Der Schupf ist problemlos, da der Speedy Soft D.Tecs recht unempfindlich ist auf gegnerischen Schnitt, aber auch relativ harmlos.
Block: Der passive Block ist auf schnelle Topspins sicher und für den Gegner eklig, selten ziehen meine Gegenüber den zweiten oder dritten Topspin erfolgreich. Der Block auf langsame Topspins ist allerdings für mich selbst schwierig, da zeigt sich die Weichheit des Belags eher als Schwäche. Mir fällt die Kontrolle hierbei immer noch (nach ca. 4 Monaten) schwer.
Der aktive Block wird teilweise zur Waffe. Komme ich gut über den Ball und spiele einen Konter, ist dieser Ball eklig, druckvoll und kaum zu retournieren. Wenn man allerdings zu spät an den Ball kommt, sorgt der Katapult nicht selten dazu, daß der Ball recht weit über den Tisch fliegt. Interessanterweise beherrsche ich das "Wegwischen" des Topspins mittlerweile besser als den normalen passiven Block (hier fühlt sich der SSdtecs schwammig an).
Schuss: Weniger ist mehr, durch den Tensor-Schwamm ist es ratsamer, kurze Bewegungen aus dem Handgelenk (Klapp-Technik) und Unterarm zu machen als ausholende Bewegungen. Wenn der Ball sitzt, kommt er kaum zurück.
Eröffnung/"Noppenspin": Das ist DER Risiko-Ball mit dem SSdtecs, sämtliche Versuche, schnell zu eröffnen schlugen fehl, was gut möglich ist, sind Noppenspins aus dem Handgelenk. Eine erfolgreichere Variante ist das Flippen/Ankontern mit steifem Unterarm, dieser Ball kommt selten vernünftig zurück, ist aber nur bei guter Stellung zum Ball sicher spielbar.
Allgemeines Spielgefühl: Auf allen drei Hölzern war der Katapult des D.Tecs-Schwamms deutlich spürbar und in manchen Situationen eher störend als hilfreich. Das Ballgefühl an sich und die Offensiv-Möglichkeiten sind sehr gut mit dem Belag, man kann variabel spielen, passiv und aktiv. Das Tempo ist bei harten Schlägen sehr hoch, aber meistens noch kontrollierbar.

Fazit: Der Belag hält, was der Hersteller verspricht. Ob der Speedy Soft D.Tecs mein RH-Belag bleibt, hängt auch davon ab, ob ich die Probleme beim Eröffnen und beim Block auf effetreiche, langsame Topspins in den Griff bekomme. Ansonsten ein Top-Belag.
__________________
Holz: Nittaku Barwell Fleet FL, VH: Test schwarz, RH: Test rot

Geändert von powerpaul (06.08.2009 um 16:21 Uhr)
Mit Zitat antworten