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Zitat von tarantino
Das ist ein interessanter Strang weiter zu diskutieren. Weißt Du 'ne Antwort ?
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Sicher nicht erschöpfend oder wasserdicht fundiert. Aber es wird sicher etwas mit der geistig-moralischen Wende der 80er zu tun haben.
Und dem Privatfernsehen. Als es seinerzeit eingeführt wurde, gab es ja auch schon Stimmen, die den Untergang des Abendlandes kommen sahen. Konnte ich damals nicht beurteilen, fand es als Kind aber toll, Knight Rider schauen zu können. Doch im Nachhinein betrachtet, haben die Kassandras leider richtig gelegen.
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Zitat von Störtebeker
Zumwinkel, Mähdorn, Ackermann, Esser, Wiedeking - nicht schimpfen über diese Nadelstreifenherren - immer schön lächeln, schließlich gibt's in anderen Ländern Erdbeben, Hunger und Fachismus. Da arbeiten wir doch gerne von Januar bis Juli ausschließlich für den Staat.
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Vielem zuzustimmen. Zitierten Absatz würde ich deutlicher ins rechte Licht setzen wollen. Steuern sind nun mal notwendig, sonst kann der Staat nicht funktionieren. Doch wer ist am Ende der Staat? Gibt einen schönen Ausschnitt vom Pispers zu dem Thema, finde den aber leider gerade nicht.
Das Problem ist eben, wenn sie wie heutzutage eher fragwürdig verwendet werden und de facto vieles kaputtgespart wird. Da ist mir dann doch auf der Behörde der ein oder andere klischeehafte Beamte lieber, der den ganzen Tag nur Kaffee trinkt, Zeitung liest und ansonsten schläft, als daß die staatlichen Institutionen ihrer Arbeit wegen Unterbesetzung und/oder mangelnder Qualität nicht nachkommen können. Einer der Gründe dafür, daß Gesetze von Mitarbeitern der Lobbygruppen verfaßt werden. Jüngstes Beispiel:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/996/483443/text/
Und bei den Finanzämtern steckt da ja noch was ganz anderes dahinter:
http://www.fr-online.de/_em_cms/_glo...vw=fr_polstart
http://www.fr-online.de/_em_cms/_glo..._ivw=fr_poltop
Und ein schöner Film:
http://www.youtube.com/watch?v=pfbutbHmPkU
Und noch zum Mindestlohn. Im Einzelfall wie bei Tarantino mag es die ein oder andere Stelle kosten. Aber wenn man sich mal von der betriebswirtschaftlichen Sichtweise löst und auch nicht nur den Argumenten der Arbeitgeber und ihrer Verbände folgt, die man seit Jahren in jeder Wirtschaftslage in den Leitmedien vorgekaut bekommt, gibt es auch wissenschaftliche Positionen, die ganz den gegenteiligen Effekt eines Mindestlohns vorhersagen.
Schnell zusammengeschusterte kleine Auswahl:
http://www.fr-online.de/_em_cms/_glo...vw=fr_wirstart
http://mindestlohn09.verdi.de/data/m...tsch_juli0.pdf
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...ext/print.html
https://presse.verdi.de/aktuelle-the...hn_gutacht.pdf
http://www.boeckler.de/pdf/wsimit_2009_03_schulten.pdf