Zitat:
Zitat von HSV
Wer betrogen hat, darf doch erwähnt werden, oder? Im Sport genau so wie im zivilen Leben. Es gibt doch auch öffentliche Verhandlungen. Da kann jeder hin. Obwohl noch gar kein Urteil gesprochen wurde.
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Mein lieber HSV, ich fürchte, du hast das Prinzip der Rechtstaatlichkeit weder verstanden noch verinnerlicht.
Genau das darf man eben auch im "zivilen" Leben nicht. Auch da darfst du einen Betrüger nur "Betrüger" nennen, wenn er rechtskräftig verurteilt wurde, nicht weil irgendjemand das vermutet. Stelle dir vor, hier schreibt jemand, evtl. gar anonym, etwas arg Ehrenrühriges über dich rein .... Du hast keinen Chance, das jemals wieder rückgängig zu machen,
einmal angepisst, stinkt man lebenslang.
Und so Sätze wie
Zitat:
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" Denn dann würde ich mir Namen besorgen, die ich dann auch zurecht erwähnen dürfte. Das fiele mir sicherlich nicht schwer."
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sollte man nicht mal denken, geschweige denn schreiben. Das erinnert mich an ganz böse Zeiten. Denunzianten konnten damals im wahrsten Sinn des Wortes nicht nur Karrieren, sondern Leben zerstören.
Das ist ganz sicher nicht deine Absicht, also denke nochmal über deine Aussagen nach.
Zum Thema an sich: Das ganze Leben, immer in Konkurrenz mit anderen Menschen, besteht aus einer Aneinanderreihung von kleinen und großen Mogeleien.
Wenn du zu deinem Kind sagst: "Das hast du aber schön gemacht", obwohl das gemalte Bild abscheulich ist, hast du schon gelogen. Bist du noch nie bei "Rot" über die Straße gegangen? Eine "Regelverletzung". Bist du noch nie etwas schneller als 50 in der Stadt gefahren? Eine Ordnungswidrigkeit. Hast du noch nie mit der "falschen" Hand den Tisch mal kurz berührt? Hast du noch nie falsch geparkt? Über die vielen "Ich-liebe-Dich-Lügen" wollen wir hier gar nicht reden.
Klar, vor erkannten Bedrohungen, z.B. geplanten Mordanschlägen, muss die Ordnungsmacht gewarnt werden. Die "Ordnungsmacht" bist aber nicht du (und auch nicht ich) in einem öffentlichen Internet-Forum.
Und Regelverletzungen im Sport hat es immer gegeben und wird es immer geben. Zumindest, wenn Tatsachen nicht unmittelbar und amtlich dokumentiert werden können. Dafür sind unsere Regeln viel zu kompliziert und funktionieren nur, wenn die Sportler wenigstens versuchen, sich regelgerecht zu verhalten.
Das ist auch ein Problem bei manchen Trainern: sie zeigen den Kindern eher "miese Tricks", ergreifen bei erkannten Mogeleien ihr Schützlings bedingungslos Partei für diesen, statt erziehend (und durch eigenes Vorbild) einzuwirken.