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Tünderns Ruwen Filus siegt für Niedersachsen
© Dewezet, 16.04.2003
Hameln/Pyrmont (kr). Ruwen Filus und Dimitirj Ovtcharov vom Tischtennis Zweitligisten TSV Schwalbe Tündern haben bei ihrer Teilnahme am Deutschland-Pokal einmal mehr ihr Können und großes Talent bewiesen.
Ruwen Filus siegte mit seiner Mannschaft bei den Jungen. Den Grundstein dazu legten in Vor- und Endrunde die Erfolge gegen Bayern, die von ihrer starken Nummer eins, Benjamin Rösner, angeführt wurden. „Da haben Filus und auch Teamkollege Jens Klingspon (vom Staffelkonkurrenten TTS Borsum) sehr überzeugend gespielt“, berichtete Landestrainer Frank Schönemeier. Im gesamten Turnierverlauf offenbarte Filus lediglich dreimal Schwächen und das jeweils gegen die Linkshänder Patrick Baum (Rheinland), Lennart Wehking (Bremen) sowie Timo Ahrendt (Bayern). „Für Abwehrspieler wie Ruwen ist es besonders schwer mit Linkshändern klar zu kommen“, erklärte der Landestrainer. Bei den Schülern bestach Dimitrij Ovtcharov in einer noch recht jungen Mannschaft, mit der er Platz vier belegte. „Damit können wir zufrieden sein, denn er kann einen Mannschaftswettbewerb nicht alleine gewinnen“, sagte Frank Schönemeier.
In den Gruppenspielen scheiterte Niedersachsen knapp 3:4 gegen den Westdeutschen Verband. Hier kam es erneut zum Gipfeltreffen zwischen dem Tünderaner und Steffen Mengel. Locker in drei Sätzen markierte Ovtcharov den Punkt. Den Gesamtsieg hatte André Kamischke vom MTV Nordstemmen auf dem Schläger, doch er unterlag noch nach einer 9:4-Führung im fünften Satz. Gegen Hessen musste die Mannschaft erneut eine knappe 3:4-Niederlage hinnehmen. Hier spielte das verlorene Doppel von Ovtcharov und André Kamischke das Zünglein an der Waage. Dies sollte auch der einzige Misserfolg für den 14-Jährigen Nationalspieler der Schwalben bleiben. Eine gute Serie folgte mit dem 4:3 gegen Rheinland und dem 4:1 gegen Thüringen sowie dem ebenso deutlichen 4:1 im Viertelfinale gegen Baden-Württemberg. Im Halbfinale erwischten die Niedersachsen dann wieder ein enges 3:4 gegen den WTTV. André Kamischke hatte anscheinend Angst vor einem Sieg, denn ein 2:1 in den Sätzen und ein 5:0 sowie eine nochmalige 5:1-Führung im Entscheidungssatz reichten ihm nicht aus. Das Match um Platz drei verlor das Team 3:4 gegen Hessen, wobei Ovtcharov seine beiden Einzel und auch das Doppel positiv abschloss.
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