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Zitat von [SmaSh]
Hallo!
Hierbei würde mich nicht nur ein Selbstversuch von Fortgeschrittenen, die bisher klassisch trainiert haben, sondern auch das Training mit Anfängern interessieren.
Besonders neugierig bin ich auf signifikante Leistungssteigerungen im Vegleich zum klassichen Training.
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Von Fortgeschrittenen, die bisher klassisch trainiert haben, möchte ich hier absehen. Versuche mal, einem Delphin beizubringen, wie man schwimmt. Das, was er im "klassischen" Training gelernt hat, ist weitgehend automatisiert und kann nicht mehr "vergessen" werden.
Bei Anfängern sieht es anders aus. Allerdings ist kein seriöser Vergleich der verschiedenen Trainingsmethoden möglich, da eben jeder Mensch anders ist und mit keinem direkt verglichen werden kann. Nicht einmal mit seinem Zwilling.
Ich kann aber gerne von meinen Erfahrungen mit individuell unterschiedlichen Trainingsmethoden berichten. Ich habe immer etwa 20-30 Anfänger "in Arbeit", in zwei Vereinen.
Zunächst versuche ich, weil es einfacher und schneller geht, es mit der "klassischen" Methode (meist Topspin-Modell), d.h. Grundschläge erklären, vormachen, korrigieren usw., sehr schnell kombiniert und unregelmäßig, wenn das regelmäßige in Grobform funktioniert.
Nun habe ich aber einige wenige, bei denen das nicht funktioniert. Die geben sich alle Mühe, strengen sich an und verknoten sich dabei Arme und Beine - geht also nicht nach Schema F. Bei denen mache ich es so, dass ich beim BET einen bestimmten Ball solange einspiele, bis der Spieler für sich einen Weg gefunden hat, die Aufgabe zu lösen. Korrekturen und Hilfen gibt es nur, wenn absolut kein Lösungsansatz erkennbar ist, kommt aber fast nie vor.
Ist die Aufgabe gelöst, wird die Aufgabe variiert oder es gibt die nächste. Zwischendurch Wiederholung der vorigen Aufgaben. Behutsame theoretische Erläuterungen (was geschieht bei rotierendem Ball usw).
Je länger man das geduldig durch hält, um so mehr nähert sich die Technik der der anderen Spieler, die klassisch trainiert wurden. Mit dem kleinen Unterschied, dass sie oft sogar erfolgreicher spielen, auch wenn man das Lehrbuch zuklappen muss.
Zumindest erhält dann der Spieler die Chance, auf seine oft sehr individuelle Weise Erfolg zu erleben.
Aber auch hier ist ein Vergleich, welche Methode die bessere ist, nicht möglich, ich verlasse mich da auf mein Bauchgefühl und die Spielfreude, die sich bei dem Anfänger entwickelt. Wer mit Freude lernt, lernt gut. Wer mit "Drill" lernt, lernt vielleicht schneller und spielt präziser - oder er scheitert daran und hört auf.