Zitat:
Zitat von Siegmund Freud
...und habe auch schon Personen vor einem Selbstmord bewahrt.
[...]
Nur, wenn du der potentielle Täter bist. Da ich aber nicht annehme, dass du diese Probleme hast, ...
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Keine Sorge, ich kann mit Deiner Sichtweise leben. Dafür gibt's aber keine neue Kerbe im Schreibtisch für 'ne weitere Suizidvermeidung...
Doch nun im Ernst - knapp 50 Prozent aller beobachteten Amokläufe geschehen ohne psychotische Ursachen. Andere Statistiken sprechen sogar von 60 bis 70 Prozent, die - wie auch immer bedingte - Rache als Motiv haben, wobei das nicht nur gemobbte Schüler sind. Was kaum jemand weiß: In den letzten Jahren ist die Zahl an Amokläufen deutlich rückläufig. Die entsprechende Medien"verwertung" einzelner Taten ist jedoch in Zeiten des Internets reziprok proportional angestiegen; will sagen, dass somit die öffentliche Wahrnehmung überproportional gesteigert ist. Das ist jedoch kontraproduktiv für die rückläufige Zahl der Taten. Nachahmungstäter, Trittbrettfahrer und andere Idioten werden hierdurch unnötig motiviert.
Was den aktuellen Ansbach-Fall angeht, befürchte ich, dass der Täter eher aus Geltungssucht handelte als aus einer echten seelischen Notlage. Ich habe das Gefühl, dass er sich selbst regelrecht ein Kausalgebilde konstruiert hat, um sowas wie eine "Legitimation" für sich selbst zu stricken; sinngemäß nach dem Motto "Das sollte jetzt aber als nachvollziehbare Erklärung reichen!". Sorry, aber ich sehe das als selbst verursachten "Leidensdruck um seiner selbst willen".
Ich kann mich natürlich vollkommen täuschen, aber gerade in diesem Fall stehen die Rahmenbedingungen m.E. in keinem "typischen" Verhältnis zur Tat. Aber der Bursche hat demnächst sicher einige Leute vor sich, die ihm ausgiebig "zuhören" werden. Allerdings glaube ich, dass nach ausgiebigem Schweigen nicht mehr als dürftig konstruierte, schwachbrüstige Selbstmitleidsschilderungen folgen werden. Danach geht's ab in den Jugendknast mit anschließender Sicherungsverwahrung; nach insgesamt 12 Jahren und drei halbherzigen Selbstmordversuchsinszenierungen kommt er dann als "geheilt" raus (vielleicht auch schon deutlich früher), hat sein Leben mit dann etwa 31 Jahren (der Prozess dauert ja auch noch 'n bischen) komplett verschissen und wird zum Dauersozialfall.
Großes Kino! Das hat sich ja mal so richtig "gelohnt"!

Nix mit "Fame for the shame", sondern höchst wirkungslos auf grobkörnigen Sand gefurzt!
Doch nun mal zu den Opfern, über die - wie immer - niemand spricht: Die sind Opfer geworden, weil der Täter sich schon vor Monaten aus "logistischen Gründen" (die meisten Klassen und schlechte Fluchtmöglichkeiten) für das oberste Stockwerk der Schule entschieden hat, wenn ich das korrekt in Erinnerung habe. Die hatten gar nichts mit seinem angeblichen Trauma zu tun! Die waren drei Stufen tiefer und haben mit Sicherheit keinen Druck auf einen - wenn auch seltsam anmutenden - Abiturienten gemacht! Nö, die hatten halt gerade da Unterricht, wo er sein "Exempel" statuieren wollte. Tja, und diese Unbeteiligten sollen nun über ihre realen Traumata ein Leben lang für das büßen, was ein in Selbstmitleid und gleichzeitiger Selbstüberschätzung zerflossenes Weichei ihnen angetan hat!
Aber das hat ja auch "was Gutes": Jobgarantie über Jahre für einige Psychiater...!