Zitat:
Original geschrieben von JanMove
Sorry, aber da verwechselst Du Ursache und Wirkung. Die Voraussetzung war, dass der Kraftstoss der gleiche sei. Und dann ist folgerichtig auch der Endimpuls der gleiche. So ist halt die Physik. Uebrigens ist die Kraft die der Medizinball auf mich zurückausübt nicht grösser, nur weil der Ball ne grössere Masse hat. Es gilt Actio=Reactio. Schlussendlich arbeitet der Ball ja nicht aktiv gegen mich sondern ist nur ein Stück träge Masse, das bewegt werden will. Wenn Du also den Ball mit x Newton für y sec. beschleunigst, erreicht er immer den selben Endimpuls nämlich x*y (bitte nicht Impuls mit Geschwindigkeit verwechseln)! Ob die x Newton auf einen Medizinball oder TT-Ball einwirken spielt für den Impuls keine Rolle jedoch logischerweise für die Geschwindigkeit.
JanMove
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Das mag zwar alles physikalisch richtig sein, aber trotzdem hinkt doch der Vergleich. Ich lasse mir lieber 1 kg Federn auf den Kopf fallen als 1 kg konzentrierte Eisenmasse. Die spezifische Verhältnismäßigkeit spielt also sehr wohl eine entscheidene Rolle.
Ein Medizinball ist im Verhältnis zum konzentrierten Eisen keine träge Masse, denn es befindet sich Luft im Innern; genauso wie auch im TT-Ball. Nur federt der Tischtennisball mehr als ein Medizinball; eben weil dieser aus einer ganz dünnen Zelluloidschicht besteht und nicht aus einer dicken Gummiwulst. Hinzu kommt das Gewicht, dass beim TT-Ball im Vergleich 3000 mal kleiner ist. Also beinhaltet ein TT-Ball im Vergleich zum Medizinball verhältnismäßig mehr Luftanteile als ein Medizinball und bei Krafteinwirkung auf den TT-Ball wird die beinhaltene Luft komprimiert, so dass so eine Rückfederung des Zelluloidmantels viel schneller verläuft.
Wenn jetzt noch dazu ein sehr leichtes Schlägerholz eingesetzt wird, dessen Sweetspotverhalten nicht eingeschränkt ist und der optimale Ballanschlagspunkt im gesamten Schlägerblatt lokal begrenzt auf die Masse des TT-Balles wirkt, dann erreiche ich mit so einem Holz höhere Endgeschwindigkeiten als mit einem schwereren Holz mit eingeschränkten Sweetspotverhalten, wo der optimale Ballanschlagspunkt in seiner Gesamtheitswirkung begrenzt ist und auf eine wesentlich größere Fläche als nur die des TT-Balles einwirkt; d.h. die optimale Wirkung verpufft, ehe sie auf den TT-Ball beschleunigend übertragen werden kann.
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