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Zitat von powerpaul
Oha, oha, wo fang ich den bei soviel Angepisstheit an? Man könnte meinen, du bist mit Oskar verwandt
Nun gut, ich versuchs (ohne persönliche Beleidigungen wie Laternenpfahl, ich habe jetzt einfach keinen Bock, darauf einzugehen):
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Du hattest von Scheiße gesprochen in bezug auf meine geäußerte Meinung, nur zur Erinnerung.
Dass ich in Bezug auf O.L. angepisst bin, liegt einfach daran, dass sich einmal bewusst gestreute Unwahrheiten so lange halten können, obwohl es Bockmist ist.
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Zitat von powerpaul
Oskar ging seinerzeit nicht ganz freiwillig aus seinen Ämtern. D`accord?
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Um die Spannung gleich rauszunehmen: Hier ist der letzte Punkt, an dem ich Dir zustimmen kann, allerdings ohne Deine folgenden Schlussfolgerungen daraus.
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Zitat von powerpaul
Aber ich verrate kein Geheimnis, wenn ich dir sage, daß es nicht an den unterschiedlichen Auffassungen über Politik zwischen Schröder und Lafontaine ging. Bis hierher auch noch einverstanden?
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NEIN.
Und damit ist der Rest Deiner „Argumentationskette“ bereits nicht mehr korrekt.
Natürlich lag es an den unterschiedlichen Auffassungen. Die sind doch wohl mehr als deutlich – auch schon damals – zutage getreten.
Lafontaine hat mit seinem Rücktritt die Konsequenz daraus gezogen, dass Schröder sich von der sozialdemokratischen Politik abgewandt hat und dafür in der damaligen SPD eine Mehrheit fand.
Das ist doch gerade das, was wir heute mit dem Niedergang der SPD diskutieren. Sie hat ihre eigenen Ziele verraten, neoliberale Politik gemacht und (zurecht) die Quittung dafür erhalten. Das alles sah Oskar schon damals. Nicht das erste Mal, dass er Wahrheiten aussprach, die andere noch nicht sahen.
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Zitat von powerpaul
Gut, dann zu Schritt zwei. Schröder hat Lafontaine just in jenem Moment bewusst abgesägt, in welchem er die Wahl gewonnen hat, die Troika Schröder-Lafontaine-Scharping war nie geplant und nie präsent. Hier wurde lediglich ein unbequemer Konkurrent (Lafontaine) mit Machthunger aus dem eigenen Lager beseitigt. Auch noch einverstanden?
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NEIN.
Lafontaine wurde nicht abgesägt, er hat hingeschmissen. Ist es nicht gerade das, was Du ihm vorgeworfen hast ? Wie kannst Du ihm denn „Schwanz einziehen“ vorwerfen, wenn er gar nicht selbst gegangen ist ? Deine Argumentation macht so doch wohl keinen Sinn. Du musst Dich schon entscheiden, ob er sich jetzt aus der Verantwortung gestohlen hat (setzt eigenen Willen voraus) oder ob er geschasst wurde. Dann wäre er ja Opfer von Schröder und Deine obigen Vorwürfe hätten keinen Sinn.
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Zitat von powerpaul
Beantworte folgende Fragen? WANN trat Lafontaine aus der SPD aus? Dir wird etwas Entscheidendes auffallen, wenn du dir das Datum ansiehst.
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2005
Sein Austritt war noch vor der Auflösung des Parlaments klar. Auch hier kam er dem Kommenden zuvor.
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Zitat von powerpaul
Desweiteren wüßte ich nicht, wo ich Herr L. diffamiert hätte. Sind irgendwelche meiner Aussagen im obigen Beitrag falsch?
Außer dem Amt des Ministerpräsidenten des Saarlands (und das endete mit mäßiger Bilanz) hatte der Mann doch keine entscheidenden politischen Ämter, oder? Verbesser mich, wenn ich das falsch im Gedächtnis habe.....
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Es sind nahezu alle Aussagen falsch, aus dem Grund stehst Du ihm auch Meinungsmässig so negativ gegenüber.
Auch wenn Wikipedia nicht hoch-wissenschaftlich ist, so kann man da zumindest die Fakten sortieren, wenn man sich zuvor nur aus BLÖD u.ä. informiert hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Lafontaine
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Zitat von powerpaul
Nun egal, weiter mit meinen "dumnmen Ansichten":
Hat Oskar jemals wirklich politisch was bewirkt? Abgesehen von den guten Kontakten zu den Wirtschaftsunternehmen seiner damaligen westl. Nachbarn, welche einige Arbeitsplätze im Saarland geschaffen haben, wüßte ich nichts.
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Zum Glück hast Du Deine Ansichten hier schon selbst tituliert. Wenn Du ernsthaft 7 Jahre Oberbürgermeister, 13 Jahre Ministerpräsident (und auch heute noch im Saarland sehr beliebt und geachtet), Parteivorsitzender der SPD, Finanzminister ... als Nichts bezeichnest, dann zeigst Du damit nur, dass Deine Antipathie nicht sachlich oder fachlich begründet ist.
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Zitat von powerpaul
Ist es nicht Fakt, daß Herr L. nach seinem Austreten gegenüber der SPD EINIGE Anfeindigugen abfeuerte?
Ist es nicht ebenso der Wahrheit entsprechend, daß Oskar L. im letzten TV-Wahlkampf eben jene Wirtschaftspolitik verteufelte, welche er Jahre zuvor zumindest mitgestaltet hat?
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Teil 1 ist wahr. Das ist ja auch nachvollziehbar, wenn man weiß, dass die SPD nach rechts gerückt ist und nicht er nach links. Bei Deiner Verqueren Argumentation stimmt dann natürlich auch dieses Puzzle nicht.
Dass er die Wirtschaftspolitik von Schröder mitgestaltet hätte ist einfach Käse. Auch hier wieder: das ist mit ein Grund für sein Abgang gewesen.
Dein ganzes Denkgebäude hinsichtlich Lafontaine ist geprägt davon, dass die SPD eine schnurgerade sozialdemokratische Politik gemacht hätte und Lafontaine trotzdem abgesprungen sei, weil er auf einmal völlig abwegige Gedanken hegte. Umgekehrt wird aber ein schuh draus. Lafontaine hat den ganzen neoliberalen Scheiß immer abgelehnt und auch dann dazu gestanden als seine eigene Partei dahin übergelaufen ist.
Und viele SPD-Sympathisanten sehen das wohl auch so.
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Zitat von powerpaul
Ist es etwa unwahr, daß beispielsweise die Wirtschaftspolitik der Linken nicht nur NICHT realisierbar bzw. finanzierbar ist?
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In etwa genauso bezahlbar wie die Vorstellungen der FDP vielleicht ?
Nur mit dem Unterscheid wer davon dann profitieren würde.
Klar, die Steuersenkungen der FDP würden ja durch Wachstum komplett ausgeglichen werden, während die Finanzierung der sozialen Systeme ja auch dann nicht funktioniert, wenn man alle daran beteiligt. Ja nee iss klar.
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Zitat von powerpaul
Wenn du diese Punkte nachhaltig widerlegen kannst, diskutiere ich gerne weiter mit dir....
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Na dann haben wir ja noch viel Spaß.