Zitat:
Zitat von Nacki
Klingt komisch, gibt es aber, auch wenn die natürlich nicht aus dem Busch hüpfen:
http://www.bewegungsstiftung.de/reichensteuer.html
Jetzt hast Du zwei Beiträge zu Lafontaine geschrieben. Im ersten plapperst Du wirklich nur gängige Klischees nach. Der zweite Beitrag liest sich schon anders. Wo mag nun die Wahrheit liegen?
Fakt scheint mir jedenfalls, und das hat Jaskula schon richtig angemerkt, daß man sich eben nicht mit Lafontaines politischen Ansichten auseinandersetzt, sondern nur ihn und die Partei mit ständig wiederholten Totschlagargumenten abwatscht. Das gängigste ist der ihm unterstellte Hang zum Hinwerfen. Angeblich hat er jetzt ja schon wieder was hingeworfen. Während man beim designierten Superminister Stoiber damals nichts gehört hat in der Richtung, würde es bei Lafontaine heißen, er habe sich aus der Verantwortung gestohlen, wenn er eine an Alzheimer und Hirntumor leidende und jüngst an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossene Mutter nicht mehr weiter zu Hause pflegen wöllte.
Ich erinnere mal an dieses Stück ausgewogenen Journalismus.
Besonders im Vergleich zum Kaffeekränzchen mit der Kanzlerin und der Aussage, er werde genauso behandelt wie alle anderen Parteivorsitzenden, schlichtweg ungeheuerlich.
Machtwillen ist auch nur bei Lafontaine, eventuell mal bei Ypsilanti, etwas Negatives bei Politikern. Und wenn es nicht der pure Wille zur Macht ist, muß die Rache an der SPD als sein destruktives Motiv herhalten, auf das sein Handeln heruntergebrochen wird.
Dann heißt es gerne, die Linke sei europafeindlich, weil sie den Vertrag von Lissabon und das Europa, das dadurch in die Wege geleitet wird, eben ablehnt. Gerade mit dem Vertragswerk haben schon naturgemäß kaum Leute wirklich auseinandergesetzt.
Stichwort auseinandergesetzt. Mit den Vorschlägen der Linkspartei wird sich auch nicht beschäftigt. In den Medien tauchen sie nur verzerrt und verschärft auf, und es wird lapidar behauptet, das sei nicht realisierbar. Hier spielt wohl aber eher das Nichtwollen der anderen eine Rolle, bevor ein Können oder Nichtkönnen überhaupt geprüft wird.
Und bringt die Linke mal Vorschläge ein, darauf zielt wohl der Einwurf von Stefan ab, die sie eins zu eins vom beliebten Helmut Schmidt abgekupfert hat, erfährt das von den anderen Parteien auch keine Unterstützung, weil man mit den Schmuddelkindern eben nicht spielt, und wird abgekanzelt.
Wer dann wie wohl die Mehrheit der Bevölkerung gegen Kriegseinsätze der Bundeswehr ist und entsprechend den Rückzug aus Afghanistan fordert, gilt als Populist. Guido mit seinen Steuersenkungsversprechen ist mit dieser Vokabel meines Wissen in den "Leitmedien" bisher noch nicht belegt worden.
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Vielen Dank zunächst für diesen fachlichen Beitrag!
Zunächst mal sind die Linken für mich eine Partei, die grundsätzlich wie jede andere in den Bundestag gewählte auch, ihre Berechtigung mittels Wählerstimme hat. Ob ich das gut finde, steht auf einem anderen Blatt Papier.
Desweiteren sind mir die Methoden der SED-Jugendpartei

sehr suspekt, ich habe mich bewußt zwar informiert über die Partei, aber nichts sinnvolles in deren Programm gefunden.
Einfach mal einige Stichpunkte von den Wahlplakaten entnommen:
Raus aus Afganistan, schön, gut, ok....derzeit leider nicht umsetzbar (aufgrund internationaler Verpflichtungen), das weiß auch ein Lafontaine und ein Gysi. Viel Lärm um Nichts.
Reichtum besteuern
Wird seit der letzten Steuer-Reform schon gemacht über unterschiedliche Besteuerungen. Ein alter Hut mit neuer Krempe. Kommt aber bei vielen Menschen scheinbar immer gut an.
Reichtum für Alle
Ein effekthaschender Aufschrei, der für Aufmerksamkeit sorgen soll. Mehr Netto vom Brutto klingt im Vergleich geradezu bieder.
Jedoch:
Klare Aussagen zu Punken wie Mindestlohn und Finanzierung der Haushalte fehlen komplett bei der Linken.
Europafeindlichkeit konnte ich jedoch nicht erkennen bei der Partei.
Die Frage, die du gestellt hast, warum man sich mit den Linken nicht auseinandersetzt im Bundestag, kann ich dir nicht beantworten (ich sitze ja nicht da drin).
Eigene Vorschläge sind dem Vernehmen nach aber Mangelware bei den PDS-Abgeordneten.