Zitat:
Zitat von powerpaul
Ein weiterer Punkt, der sich bei mir allerdings eingeprägt hat, war seinerzeit die Ablehnung Lafontaines gegen die Wiedervereinigung. Seine Beweggründe sind mir heute noch unerklärlich, vielleicht (und das meine ich jetzt ernst), kannst du da etwas Licht ins Dunkel bringen.
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Auch hier ist entweder Deine Wahrnehmung oder Deine Darstellung fehlerhaft. Kein Mensch hat damals (heute vielleicht schon eher

) die Wiedervereingung abgelehnt. Es ging, wie so oft, um die Art und Weise. Ob die schlagartige Eingliederung der neuen Bundesländer, ohne jede Planung und mit allen später sichtbaren Folgen wirklich der bessere Weg war, als die von Lafontaine bevorzugte schrittweise Vereinigung, ist wohl schwer zu sagen. Hier weiß ich selbst nicht, ob das Kohlsche Hopplahopp an dieser einen Stelle nicht wirklich sogar besser war. Einen Strick daraus zu drehen, wenn man dieses enorme Risiko nicht gehen wollte ist aber m.E. schwierig. Wer weiß denn, wieviel besser es bei einem langsamen Zusammenwachsen gelaufen wäre ?
Zitat:
Zitat von powerpaul
Was ich heute an ihm nicht mag, ist das (SEHR BEWUSST EINGESETZTE) Schüren von Ängsten, als Beispiel nenne ich hier mal den von den Linken herangezogenen Slogan "Raus aus Afghanistan"- hier wird (nicht nur von Oskar) dem Volk suggeriert, dieser Einsatz erhöhe signifikant die Gefahr von Terroranschlägen. Dass die Bundeswehr generell keine Kampfeinsätze führt (haben soll), wird unter den Deckmantel des Schweigens gekehrt.
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Da sich die Einstellung zu Kampfeinsätzen im Ausland quer durch alle Parteien zieht und in allen Lagern Gewissensnöte auslöst, taugt auch dieses Thema m.E. nicht dazu speziell Lafontaine an den Pranger zu stellen.
Zu behaupten, es handele sich nach wie vor nur um humanitäre, logistische oder administrative Dienste, die die Bundeswehr zu leisten habe, ist wohl kaum noch zu halten. Und dass man sich mit solchen Einsätzen in den fundamentalistischen Ländern keine Freunde macht, darüber müssen wir, glaube ich, auch nicht diskutieren.
Raus aus Afghanistan wollen doch eigentlich alle, die einen früher, die anderen später.
Was Deine Zitatsammlung betrifft:
- Habe ich da ein deja-vu oder hatten wir die schonmal besprochen ?
- Wo bekommt man solcherlei Munition geliefert ? Das hast Du ja wohl kaum alles recherchiert.
- Glaubst Du, dass es einen Politiker gibt, bei dem die Liste der (vermeintlichen) Widersprüche kürzer ist.
- Manche Deiner Hinweise auf Änderung der Meinung hängen doch wohl damit zusammen, dass sich innerhalb von 20 Jahren, die teilweise dazwischen lagen die Gesamtsituation geringfügig geändert hat. Einmal entwickelte Konzepte und Ideen können ja wohl viele Jahre später nicht immer noch alle haargenau passen.