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Zitat von powerplay
du darfst aber nicht vergessen, dass die Inlandsnachfrage 60% des jährlichen BIP ausmacht. Dank der gesteigerten Inlandsnachfrage in 2006, 2007 gab es den kräftigen Wirtschaftaufschwung in Deutschland. Der anhieltene starke Export hatte natürlich auch seinen großen Teil dazu beigetragen. Die Wirtschaftspolitik sollte eine Balance zwischen Inland und Export haben. Du wirst zugeben, dass D in den letzten 10 Jahren sehr Export focussiert war.
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Keine Frage! In gewissen Branchen kommst Du da aber gar nicht drum herum. Wesentliche Säulen und damit Arbeitgeber der deutschen Wirtschaft wie Pharma, Chemie, Machinen- und Anlagenbau oder auch Fahrzeugbau haben einen hohen Exportanteil.
Außerdem wird bei der Wertschöpfungskette auch gerne mal ein bisschen "gemogelt", um einen Warenursprung 'Deutschland' auszeichnen zu können.
Aber Du schreibst es ja richtig, es geht um eine gesunde Balance.
Zitat:
Zitat von powerplay
Schau einfach mal die Subventionen in den Agrar Bereich. Die Subventionen schotten künstlich den Markt ab.
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Diese Subventionen sind mMn im Grunde auch richtig (es kann natürlich trotzdem sein, das einzelne Subventionen unsinnig sind). Ein Land muss meiner Meinung nach in der Lage sein, sich mit den wesentlichen Dingen (Energie, Wasser, Lebensmittel, Vehrkehr, Kommunikation, Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Recht) selbst versorgen zu können. Solche Dinge darf man nach meiner Meinung nicht oder nur zu einem gesunden Anteil 'outsourcen'. Sonst ist das Land erpressbar. Schönes Beispiel zeigte sich ansatzweise, als vor kurzem mal das Gas aus Russland nicht die Ukraine passieren konnte.
Daher muss nach meiner Auffassung auch ein gewisses Maß an Landwirtschaft in Deutschland bleiben, selbst wenn es kurzfristig gedacht bessere Lösungen gibt.