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Krenzer Spezial Action MA 1 G
A.Rendler
Senior Member
Registriert seit: 20.08.2002
Wohnort: Lembruch, Dümmer See
Beiträge: 193
Hallo zusammen,
habe doch auf meinen Palio CK 531 A geschlagene vier Monate warten müssen, bis ich ihn endlich mal testen durfte.
Gespielt habe ich den auf einen Krenzer Spezial Action - spezieller Bautyp des MA 1 G - und kam am ersten Trainingstag überhaupt nicht klar damit. Beim Schupfen flogen die Bälle alle über den Tisch und beim versuchten Blocken hatte man das Gefühl, als wenn der Ball selbst bei starken Returnschlägen des Gegners an der Noppe festhing, um dann auf meiner Tischhälfte aufzuschlagen. Ich war so genervt, dass ich den Belag am liebsten in den nächsten Mülleimer geschmissen hätte.
Einen Tag später waren Vereinsmeisterschaften und ich mußte den Palio spielen, weil ich sämtliche Beläge und Ersatzschläger vergessen hatte.
Lange Rede, kurzer Sinn: Auf einmal hatte ich den Bogen raus; der Palio wirkte sehr gefühlvoll und ich kam urplötzlich auch wieder mit der Schiffsschraube klar, die eigentlich für eine andere Hand gefertigt war und wegen der geraden Grifflage ungewohnt war. Ich änderte als erstes noch den Griff ab, indem ich Tapeband oben und unten am Griffende anbrachte, um mehr Halt zu erreichen und siehe da, plötzlich klappte alles. Zwar kam der Block noch nicht ganz so richtig, wie ich es mir vorstellte und war deshalb eher bemüht, mit dem Palio zu ziehen, was dann auch noch klappte. Im Halbfinale ging mir dann die Puste aus. Man glaubt wirklich nicht, wie schwer diese Noppe zu spielen ist und wieviel Laufpensum bzw. wie flink man auf den Beinen sein muß, um diesen Belag effektiv einsetzen zu können.
Meine Gegner klagten jedenfalls - je besser ich ins Spiel kam - plötzlich kein Ballgefühl mehr zu haben. Sie waren alle völlig konfus, weil sie nicht wußten, wie sie die Returns zurückspielen sollten, ohne das groß Einladung auf dem Ball stand.
Aber am gefährlichsten war der Ball, wenn man ihn ziehen kann.
Peter Krenzer sagte mir bereits, dass das wirklich nur wenige beherrschen, aber es deckt sich mit seinen mir mitgeteilten Erfahrungen. Der Ball flattert in einer fast geraden Flugkurve über den Tisch und fällt dann ähnlich wie beim Block plötzlich runter, um sich dann sofort seitlich wegzudrehen. Nur hat man beim Block nur eine Schnittumkehr, während man beim Topspin ungeheure Rotationen mit gemeinsten Flattereffekten erzielt, die der Gegner nur dann zurückbringen kann, wenn dieser richtig steht; in der Regel aber einladend hoch steigen.
Für mich steht jedenfalls fest, dass ich noch mehr Übung brauche und vielleicht schon zur Rückserie mind. drei Klassen höher spielen kann.
Interessant waren danach auch noch die Spieleindrücke der Mitspieler, die die Noppe als nicht so gefährlich ansahen; für die entstand der Eindruck, dass die rote Seite, ein Globe 999 E 1,0 mm wesentlich unangenehmer war. Ich denke aber trotzdem, dass die Noppe das Spiel vorbestimmt und sich auf den jeweilig verwendeten Gegenbelag entscheidend auswirkt. Beim Topspin hatte ich zunächst Schwierigkeiten, weil das Schlägerholz bei schnellen Gegentopspin ebenfalls hohes Katapultaufkommen entfaltete, was aber nur eine Sache der Schlägerhaltung war; die Schiffsschraube ließ so traumhafte RH-Schmetterschläger zu.
Was einfach nicht festzustellen war, ist die oft im TT-Forum erwähnte schlechte Kontrolle bei Konter- und Blockbällen. Vielleicht haben die Kritiker des Blocks im Forum nur Schwierigkeiten beim Block. Mangelnde Technik kann schließlich kein Material der Welt ersetzen.
Also hier noch mal die Schlägerzusammenstellung:
Krenzer Spezial Action, beidseitig Buche
VH Palio ck 531 A ox, sw
RH Globe 999 E, 1,0 mm, rot
http//www.achim@re-impact.de/
Geändert von A.Rendler (28.04.2003 um 09:39 Uhr)
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