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AW: Spielberichte Bezirke
Rastatt (ti)
Nach der Auflösung der ersten Frauenmannschaft der TTF Rastatt, die mangels Spielerinnen sich gänzlich vom Spielbetrieb in der Badenliga Frauen zurückzog, beschlossen die beiden Spitzenspielerinnen Susanne Gibs und Karin Huck einen Neuanfang in der dritten Männermannschaft in der Bezirksliga. „Wir wollten die zweite Mannschaft, die schon seit Jahren in der gleichen Aufstellung in der Landesliga gemeldet ist, nicht auseinanderreißen,“ so Susanne. Was konnte man tun? Marion Schäfer (zurück zum TTC Iffezheim) und Bettina Henkel, die sich eine Auszeit nehmen wollte, konnten nicht ersetzt werden. Anfragen bei anderen Spielerinnen, unter anderem auch in Nordbaden, blieben erfolglos. Also gab es nur eine Lösung des Problems: „Wir spielen nächste Saison bei den Männern,“ so beide unisono. Nun sind vier Spiele absolviert und die TTF Rastatt III stehen zwar mit 0:8 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, dies ist aber kein Grund für beide Spielerinnen zu resignieren. „Es macht uns sehr viel Spaß bei den Männern und auch von den Gegnern bekommen die beiden Lob für ihre Leistungen und sind als Spielerinnen bei den Männern voll akzeptiert worden. „Für uns ist es extrem schwierig uns auf das andere Spielsystem umzustellen,“ meint Karin. Bei den Frauen werde der Ball vorbereitet, manchmal wird auch ein langes Schupfspiel ausgetragen, bis er richtig liegt. Bei den Männern geht es dagegen recht forsch zur Sache, es gibt nur kurze Ballwechsel. Hop oder Top, so ist hier die Devise und das verlangt von beiden Aktiven eine gewisse Umstellung. Jetzt heißt es, jeder Ball muss hart erkämpft werden und dies ist gewöhnungsbedürftig. Fehler werden hier nicht verziehen, es geht Schlag auf Schlag. „Wir freuen uns diesen Weg eingeschlagen zu haben,“ meinen beide Frauen. „Der einzige gravierende Unterschied kommt nach dem Spiel zu tragen: Bei den Frauen wurde nach dem Match mit Sekt angestoßen, jetzt hat sich das Ganze auf die Flasche Bier umgestellt,“ so Karin, die mit 3:2-Siegen eine leicht positive Bilanz aus den drei Spielen im hinteren Paarkreuz vorweisen kann. Susanne kam im mittleren Drittel bislang auf 2:4 Siege, im Doppel warten beide noch auf das erste Erfolgserlebnis. „Wenn wir uns mit unseren Herren einmal einig werden, dass nicht einmal nur die Herren oder das andere Mal die Frauen gewinnen, könnten wir durchaus mal punkten!“ so die Schlussfolgerung von Susanne, die sich mit Karin im Derby gegen den Rastatter TTC bei der 2:9-Niederlage für die beiden Gegenpunkte verantwortlich zeigte. Mit etwas Glück hätten beide durchaus eine bessere Bilanz erzielen können, aber dies ist kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Beide fiebern schon dem nächsten Spiel entgegen und irgendwann wird bestimmt der erste Sieg herausspringen. „Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert und freuen uns über den vollzogenen Schritt,“geben sich „die Zwei“ zuversichtlich. Oberstes Ziel ist und bleibt nach wie vor der Klassenverbleib in der höchsten Spielklasse des Bezirks Rastatt/Baden-Baden und dies soll mit vereinten Kräften der beiden Frauen mit ihren vier Teamkollegen erreicht werden.
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