@Dino:
ich finde weder deine Reaktion noch die deines Gegners erschreckend. Dass du hier darüber nachdenkst, zeigt aber, dass du auf einem richtigen Weg bist.
Vergiss den Gegner, der hat sich über den unverhofften Punkt gefreut und kein Mitleid oder Gleichgültigkeit geheuchelt. Sollte er es bewusst als taktisches Mittel eingesetzt haben, versalze ihm einfach die Suppe, indem du keine "Trefferwirkung" zeigst. Das signalisiert ihm, dass ihm diese Spielchen keinen Vorteil bringen.
Nun zu dir: du hattest dir vorher selbst "Ruhe verordnet" -ein guter Weg. Aber: auch gute Rennfahrer müssen im Kampf gegen gleichwertige Gegner ans Limit gehen; technisch und emotional. Mag sein, dass sie dadurch ab und zu ins Schleudern kommen; aber wenn sie sich nur auf Sicherheit konzentrieren, können sie nicht gewinnen.
Also mein Tipp:
1. Ignoriere die "Freudensprünge" deines Gegners. Schlimmer wäre es, er würde einfach so gegen dich gewinnen; dann wärst du kein Gegner, sondern ein Opfer.
2. Akzeptiere deine eigenen "Grenzverletzungen", solange sie nicht zu häufig und zu heftig werden. Komplett neben der Spur kann auch MS kein Rennen gewinnen. Wenn du dich nur darauf konzentrierst, dich im Kampf (!) wie ein Gentleman zu benehmen, kann es sein, dass du am Ende als edelmütiger Depp da stehst