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Alt 28.10.2009, 08:49
Abwehrtitan Abwehrtitan ist offline
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Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
Gebt Euch doch mal zufrieden mit dem was Ihr habt! Ihr kennt das Märchen vom Fischer und seiner Frau?
Auch wenn das mit den Nullen ne Definitions -, resp. Perspektivesache ist, nicht wahr Peter, spreche ich für den zitierten Satz doch ein Sonderlob aus.
Nicht die dümmste Philosophie, Zufriedenheit ist ein hohes Gut, wenn nicht das höchste. Immer auf sich selbst schauen ist die Lösung, die Verantwortung für sich und die eigene Situation übernehmen, damit ist schon viel gewonnen.
Hilft reichlich wenig dem Nachbarn den BMW zu mißgönnen, damit hat man noch immer keinen eigenen. Nur wer seinen Hintern hochhebt, seine Potentiale schöpft der kann sich (falls er es dann noch für nötig hält) auch nen dicken Schlitten zulegen. Hat jeder selbst in der Hand. Und, ja ich weiß, nicht alle haben die gleichen Chancen, schon rein talentmäßig, die fahren dann wie ich nen Passat, auch nicht schlecht. Wer sich gar kein kein Auto leisten kann, sollte nicht den BMW-Fahrer dafür verantwortlich machen. Aber, .... auch damit kann man lernen zufrieden zu sein. Sehr schade, finde ich persönlich, daß die wenigsten ihre Potentiale, Ihre Talente überhaupt kennen, sich sich selbst stellen, mal ne ehrliche Bestandaufnahme machen.
Ist ähnlich wie bei Firmen, wer ne leere Kasse hat, hat meist was falsch gemacht, läßt sich aber immer verbessern. Nur die Mühen die das kostet werden eben oft gescheut.

Die Umverteilungsdebatten sind zwar angebracht, die Kluft ist gewiß zu groß, müßte nicht so sein, aber jeden Ackermann an den Pranger zu stellen verbessert das eigene Leben nicht unbedingt. Ist eine hohe Kunst sich in seinen eigenen Lebensumständen (wie auch immer sie gestaltet sind) einzufinden und nicht auf die anderen zu sehen. Macht aber gewiß langfristig zufriedener, als jeden Tag mit Neid und Mißgunst als Begleiter durchs Leben zu spazieren. Das macht krank, definitiv.

Mein Lieblingsbeispiel ist ein Feund meines Vaters (heute ist der Gute über 80 Jahre alt), Weltkrieg mitgemacht, Spätheimkehrer aus Rußland, wenigi Geld, Frau früh verloren, seine Kids alleine aufgezogen, neben Bauernhof und Nebenerwerb in der Industrie. Der Jung war immer ein glücklicher Mensch, kenne ihn wirklich gut, hat nebenbei noch geholfen wo Not am Mann war, (wenn eine Auto im Graben stand, er kam mit dem Traktor hat die Karre rausgezogen, Gartenabfälle zum Wegbringen, ruckzuck war der Hänger angespannt, Kinder krank, er brachte Medizin, Sorgen und Nöte, er hatte immer ein offenes Ohr, u.s.w.) Hat sich nie unterkriegen lassen, heute noch kommt er Samstags (1 km Fußweg), mit Gehhilfe in unsere sportsbar und schaut sich den Club an mit den jungen Leuten, jeder aber auch jeder kennt ihn, respekiert ihn, es wird im ein Bierlein gezahlt, man setzt sich zu ihm, fragt nach dem Befinden, er strahlt immer über das ganze Gesicht) Ich habe ihn mal gefragt, das ist gar nicht so lange her, wen er denn wählen würde (war ne Kommunalwahl), seine Antwort war "Wolfl, des is doch worschd, Haubdsach mir derfn wähln". Auch nicht ganz unwahr, gab ja schon andere Zeiten, nicht wahr ?
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lustige Zeiten für Despoten