So, jetzt muss ich mich auch noch einmischen.
Es werden hier nämlich meiner Meinung nach einige Fakten verdreht oder einfach weggelassen.
Um was geht es denn tatsächlich in diesem Fall?
Wohl nicht nur um einfach ein bisschen später anfangen, weil z.B. jemand im Stau steht oder ähnliches (wäre höhere Gewalt und demnach auch laut der WO okay).
Jedem, der sich ein wenig Mühe macht und click-TT einigermaßen beherrscht, fällt ja wohl auf, dass es da um zwei Heimspiele der SF Dornstadt geht.
Nämlich um das Spiel der jetzt bestraften Zweiten gegen Ulm, welches ursprünglich um 19.00 angesetzt war und das Spiel der Dritten gegen Merklingen, welches um 16.00 Uhr begann und eben um 19.00 Uhr noch nicht beendet war (erst 19.20 laut Spielbericht). Und wenn man die Spielberichte genauer betrachtet, so erscheinen da eben zwei Spieler, Günter Pfemeter und Rainer Guth, zweimal.
Und diejenigen haben eben in beiden Mannschaften gespielt. Also dürfen diese beiden Spiele nicht parallel laufen. Das "Warten" auf das Ende der ersten Partie ist aber nicht Bestandteil der WO, es gibt hier schlicht keinen Vorgang, der dies rechtfertigt. Ergo: Ungenehmigte Nachverlegung!
Ohne diese "Verlegung" hätten die Spieler entweder nicht in der Zweiten (wo sie an drei der 9 Punkte beteiligt waren) spielen dürfen, oder eben nicht in der Dritten (6 von 8 Punkte, und ggf. Aufrutschen aller hinter ihnen aufgestellten Spieler). D.h.: in meinen Augen hätte vermutlich ohne ihr Mitwirken entweder die Zweite nicht gewonnen, oder eben die Dritte verloren.
Und entgegen der Meinung von Dirk geht es hier eben nicht um „
"regulative (Un-)vernunft" und gesunde (sportliche) Vernunft.“
Es geht hier nicht nur um zwei Mannschaften, die sich einig waren, es geht hier (s.o.) schon mal mindestens um vier! Zumindest die Merklinger waren ebenso direkt davon betroffen. Und wenn man dann noch die beiden Staffeln dazu nimmt, sind eben noch mal ein paar Mannschaften mehr davon betroffen (wenn man sich die aktuellen Tabellen betrachtet, könnte es gut sein, dass sich Dornstadt II im Endeffekt aufgrund dieses Sieges retten könnte (oder hätte retten können). Was sagen dann bspw. Pfuhl, Öpfingen oder Lehr… dazu? Dornstadt III könnte aufgrund dieses Punktes aufsteigen, was sagen dann Ermingen oder Nellingen dazu?)
Auch der Satz: „
Also die WO kann damit nicht umgehen, wenn sich 2 Mannschaften, die über gesunden Menschenverstand verfügen und gleiches Verständnis dafür haben, was sportliche Fairness bedeutet, einig sind. ??????“ ist dadurch entkräftet! Ginge es tatsächlich nur um 2 Mannschaften, z.B. in einem Pokalendspiel o.ä. gäbe ich Dirk Recht, es geht aber um mehr!
Wenn man es ein wenig überspitzt formuliert, kann Dornstadt ja noch froh sein, dass die WO es nicht auch noch hergibt, dass das Unentschieden gegen Merklingen in ein 0-9 umgewandelt wird!
Ebenso ist der Vorschlag von Dirk mit einem Paragrafen, der verkürzt lautet: „
Wenn die beiden Mannschaften …keinen Einwand haben, … dann ist das Spiel ordnungsgemäß gelaufen und entsprechend dem gespieltem Ergebnis zu werten“ meiner Meinung nach hanebüchener Unsinn.
Da komm ich mal mit einem Beispiel aus der Wirtschaft daher:
Wenn sich beispielsweise ein Bürgermeister und ein (befreundeter!) Bauunternehmer bei einem größeren Objekt einig sind und der BM dem BU den Auftrag zuschanzt, dann können andere hundertmal billiger oder besser sein, dann sind die sich ja einig!?!
(Vgl. verbotene Preisabsprache, Ausschreibungspflicht)
Oder noch viel drastischer (Sorry, jetzt wird’s makaber!):
Jemand hat ne hohe Lebensversicherung abgeschlossen, diese wird aber bei Selbstmord nicht ausgezahlt. Er will bspw. seiner Frau was Gutes tun und lässt sich von ihr umbringen! Gerichtsurteil: Freispruch, die beiden waren sich ja einig!
Sobald die Einigkeit von zwei Parteien (oder eben Mannschaften) noch mindestens eine weitere betrifft, ist sie überhaupt nichts wert.
Und wenn nun hier tatsächlich betroffene Spieler sich darüber beklagen und vielleicht augrund der eigenen Situation nicht das Ganze überschauen (wollen), dann kann ich das gut nachvollziehen! Ich kann nur sagen, Gott sei Dank bin ich nicht in der Situation, vielleicht würde ich noch mehr ausrasten, als „
die Ruhe selbst“.
Vor Allem wenn man bedenkt, dass die Dornstädter vermutlich selbst wissen, dass sie die ganze Sache durch das oben schon genannte Spielen auf drei Tischen – auch wenn die Notwendigkeit dessen lange Zeit nicht offensichtlich war – ganz einfach selber hätten verhindern können.
Aber wenn dann ein nicht Benachteiligter, der hier im Bezirk auch noch eine gehobene Funktion innehat, relativ offen von Betrug und Selbstjustiz spricht, dann ist das für mich schon sehr starker Tobak!






P.S.: Mich als Außenstehender würde noch interessieren, was denn die Formulierung
„Spieler Orth im Doppel gegen Pfemeter und Beginnuhrzeit getauscht nach Vorlage des Spielberichtbogens.“ bedeuten soll?
Wurde hier vielleicht noch viel mehr gemauschelt?