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Alt 02.05.2003, 10:57
Jaskula Jaskula ist offline
hasst die 11
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Jaskula ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Realismus ist m.E. angesagt, sonst machen wir uns lächerlich bei dem Versuch, andere zu kopieren bzw. irgendwie aufzufallen.

Überprüft Euch einfach selber:

Würden Euch Cheerleader dazu bringen, Euch ein Hockey-Bundesligaspiel anzuschauen ?

Führt Euch eine Lasershow vor Beginn der veranstaltung dazu, Euch Wasserball anzuschauen ?

=> Man schaut das, was einem interessant erscheint, alles andere kann tun und lassen was es will, es wird von dem Nicht-Interessierten sowieso ignoriert.

Klar könnte man zusätzliche Zuschauer in die Halle bekommen, wenn man vor dem TT-Event noch Schlammcatchen mit spärlich bekleideten Damen präsentiert. Aber ich wage zu bezweifeln, daß die dann zu TT-Freaks werden.

Außer meiner Sicht kommt es darauf an, daß man versucht, die Chancen zu nutzen, die man hat, ohne sich zu verkaufen.

Dazu gehört:

- Gute Präsentation der jeweiligen Veranstaltung mit Musik vor Beginn und in den Pausen, mit Vorstellung der Protagonisten.
- Dazu gehören auch halbwegs bequeme Sitzplätze statt harter Bänke.
- Entsprechendes Verhalten der Spieler z.B. bezügl. Autogrammwünschen etc.
- Eventuelle Showeinlagen, Spiele mit Zuschauern etc nach dem Match

Dazu gehört nicht:

- Verbiegen der Sportart bis zur Unkenntlichkeit
- Trennung von Leistungs- und Breitensport, dies ist beim TT ausgeprägter als bei anderen Sportarten. Die Identifikation von Hobby-Sportlern mit den Größen ihres Sportes ist extrem gering.
Jeder aktive Fußballer kennt nahezu jeden Bundesligaspieler, ein aktiver TT-Spieler kennt unter Umständen nicht mal die aktuellen Nationalspieler.

Von daher sehe ich nur einen wirlich erfolgversprechenden Weg zur Popularitätssteigerung:

Gute Arbeit in den Vereinen vor Ort, um Tischtennis attraktiv darzustellen verbunden mit einer besseren Informationspolitik in Vereinen und Verbänden, um in Zusammenarbeit ...

- aus Noch-nicht-Spielern aktive Spieler zu machen
- aus Nur-Spielern interessierte Fachleute zu machen

Ein Weg in diese Richtung ist z.B. auch die Verbreitung von TT-News als Plattform für Information und Spaß am "theoretischen Tischtennis".
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