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AW: für die Kid`s
Ich sehe mich doch nun doch mal genötigt ein wenig Ordnung, in die doch teilweise sehr konträren Aussagen zu bringen.
Generell kann man einem Kind immer ein Allroundholz geben. Schneller geht immer und außerdem hat der Geschwindigkeitswahn auch hier im Forum dazu geführt,dass viele für sie eigentlich nicht geeignetes Material spielen.
Natürlich sind die Grenzen im Holzbereich fließend,sodass z.Bsp auch ein Primo Off- noch im Bereich des sinnvoll Handhabbaren liegt.
Die Einsteigerhölzer vieler gängiger Marken für 15-20€ sind da sehr gut heeignet, wobei man natürlich die Alternative eines guten Chinaholzes in Erwägung ziehen(setzt voraus dass davon auch irgendwer Ahnung hat)
Die angesprochene Variante mit gebrauchtem Material im Verein zu hantieren,welches in den Mannschaften gesammelt wurde, ist übrigens überaus empfehlenswert da eine kostengünstige Alternative zu den Kaufhausschlägern, welche einen Technikerwerb unmöglich machen und daher eine Entwicklung besonders in der essentiell wichtigen Frühphase hemmen oder gar verhindern.
Von der Möglichkeit des selbstständigen Schlägerskaufes von Seiten der Kinder sollte schnellstmöglich Abstand genommen werden. Auch muss den Eltern frühzeitig erläutert werden,dass sie ihren Kindern damit nur Schaden, weil in dem Großteil der Fälle überaus unpassendes Material erworben wird.
Mögliche Alternativen:
1. Test vor Ort im Training von im Vorfeld durch den materialkundigen Trainer selektiertem Material
2. Test beim Händler in Begleitun eines materialkundigen Trainers/Betreuers
Hierbei ist natürlich das Problem der vielerorts mangelhaften Materialkenntnis und der Mangel an Trainern zu berücksichtigen.
Im Bereich Beläge sollte man den Schützling erst einmal so profan es klingen mag mit 2 griffigen NI Belägen ,möglichst Klassikern, beginnen lassen.
Die Schwammstärke,Schwammhärte, der Katapulteffekt und der Grad der Griffigkeit der Anfängerbeläge muss von Anfänger zu Anfänger unterschieden werden. Wichtig ist nur, dass der Trainer von Anfang an eine Idee im Kopf hat, was man aus dem Spieler machen will und diese konstant zusammen mit dem Spieler sowohl erarbeitet als auch anpasst und notfalls dann auch verändert.
Dort spielen Dinge wie Talent(was ist das?), Trainingspensum, Vorerfahrungen besonders im konditionell koordinativem Sektor eine Rolle sowie die Persönlichkeit des Kindes.
Abschließend um meine These zu stützen ein Beispiel aus der Praxis.
Ein Schützling mit TTaffinen Hintergrund begann mit knapp 7 Jahren mit TT.
All - Holz/1,7 mm Tackiness C VH/ 1,5 mm Tackiness C Rh
kurze Zeit später Wechsel auf
All Holz 1,7 mm Tackiness D VH/ 1,7mm Tackiness C Rh
Jetzt nach etwas über einem Jahr
Primo Off- XXS/ 2,0 mm Friendship 729 Super FX SChwarz VH/ 2,0mm 729 Super FX rot RH
Keine Probleme super sauberes Spiel mit klasse TS aus VH und guten Ansätzen im RH TS.
Ein weiterer Schützling, welcher mit ihm begann und fast 2 Jahre älter war, spielt jetzt einen Andro Impuls auf der RH.
Das Trainerteam war also gezwungen auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Lerntempos einzugehen.
Tendenziell sind m.E Spieler, die mit härteren Belägen auch schon im Anfängerbereich erfolgreich hantiert haben, eher in der Lage später spielerische Spitzenleistungen zu erzielen.
P.S Die Profis spielen ja alle nicht umsonst härtere Beläge.
P.P.S Wenn ein junger Spieler die Fähigkeiten hat, ruhig auch mit einem härteren Belag spielen lassen.
Und zum Abschluss solange das grundsätzliche Technikerwerbstraining im Anfängerbereich noch nicht abgeschlossen ist, bloß keine FKE beläge spielen lassen, da diese viele Bewegungsabläufe kurzfristig überflüssig machen und trotzdem Ergebnisse/Erfolge produzieren, wodurch ein erfolgreicher Erwerb nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist.
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