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Alt 05.05.2003, 09:36
Volkmar Volkmar ist offline
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Hatte das Vergnügen, das Spiel live sehen zu können. Eine Vorentscheidung waren die beiden Doppel, die Düsseldorf gewonnen hat.

Mit der Niederlage von Boll gegen Molin hatte wohl keiner gerechnet. Molin hat hervorragend gespielt gegen einen Timo Boll, der vor allem auf der VH einen ziemlich schwarzen Tag hatte. Hinzu kam, daß Molin mit den Aufschlägen von Boll hervorragend zurecht kam und immer wieder seine eigene VH gewinnbringend einsetzen. Überraschenderweise hat er das Spiel über die VH von Boll aufgezogen, die ja eigentlich als seine seine stärkere Seite anzusehen ist. Die Topspins von Molin waren allerdings sehr schwierig zu retournieren. Anders als die von Timo waren das nicht diese Hammergranaten, sondern sehr flache, schnell gespielte Bälle mit sehr viel Spin, die sich gerade in Boll's VH- Ecke immer wieder unangenehm auf seinen Körper zudrehten. Auch im Schuß hatte Molin eine Variante, die man nicht alle Tage sieht. Während man sich ja normalerweise eine Ecke aussucht, wählte Molin manchmal extreme Winkel, also nicht genau in die Ecke, sondern halblang nach außen auf die Seitenlinie. Gegen dieses Spiel fand Boll heute einfach kein Rezept. In längeren Ballwechseln, wenn er die Härte seiner Schläge besser ausspielen und er vor allem die Härte der Bälle von Molin mitnehmen konnte, dominierte er. Aber solche Ballwechsel waren zu selten, Molin hat so was einfach nicht zugelassen.

Fazit: Eine taktische Glanzleistung und Kompliment an die Trainer von Düsseldorf, die ihren Spieler so hervorragend auf Timo Boll eingestellt haben.

Ein Krimi war dann das Einzel Hielscher - Grujic. 2:1 Satzführung für Hielscher, im 4. SAtz 10:4 vorne, und Grujic dreht den Satz noch um. Mir kam es fast so vor, als hatte Hielscher Angst zu gewinnen. Im 5. Satz schien alles für Grujic klar zu sein: 7:1 und 8:2 für ihn, da hätte eigentlich nichts mehr passieren sollen. Von wegen: Keine Ahnung, was dann mit Lars Hielscher los war, aber er hat auf einmal jeden Ball getroffen. Nicht etwas, daß Grujic eingebrochen wäre, Hielscher konnte einfach machen, was er wollte. Stellenweise hat er die Aufschläge von Grujic direkt geschossen.

Ebenso spannend, aber vielleicht mit etwas mehr spielerischer Klasse das Spiel von Heister gegen Maze, das bis zum letzten Ballwechsel offen war und das jeder der beiden Spieler hätte gewinnen können und auch verdient gehabt hätte, zu gewinnen.

Rossi gegen Steger: Keine Chance für Jörg Roßkopf. 8:0 Führung für Steger im 3. Satz, bis Roßkopf den ersten Punkt machte. Beeindruckend die Nervenstärke, mit der Steger gegen seinen viel erfahreneren Kontrahenten gespielt hat.

So, das war mein kurzer Bericht.

Gruß, Volkmar
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