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Zitat von Mighty
Das ganze war früher oder später zu erwarten, weil das System DTTB im höchsten Maße undemokratisch ist imho.
Sie sind von den Spielern praktisch unabhängig, so was kann nicht auf Dauer gut gehen.
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Ich kenne ja nun beide Seiten der Medaille - als Spieler und als Funktionär. Der erhobene Vorwurf kann mE nicht so unkommentiert stehen bleiben.
Alle demokratischen Prozesse brauchen Zeit und Regeln. Wir können auch nicht mal eben schnell einen anderen Bundeskanzler einsetzen oder die Steuersätze ändern.
Was mir auffällt: Über "die da oben" wird gerne und auch manchmal berechtigt geschimpft. Wer sind denn "die da oben"? Die von uns gewählten Funktionäre !
Über viele Entscheidungen und Beschlüsse wird massiv gemeckert. Wie entstehen denn diese gescholtenen Entscheidungen?
Die unterste, aber eigentlich wirkungsvollste Ebene ist der Kreistag, der jährlich stattfindet. Dieser bildet sich doch aus den Vertretern der Vereine, also der Basis.
Teilnahme ist Pflicht, aber wer geht dort hin? In der Regel der Abteilungsleiter oder sein Beauftragter. Dieser muss natürlich wissen, was die Spieler seines Vereins -also die Basis der Basis- wollen. Also muss es schon auf Vereinsebene einen klaren Auftrag der Spieler geben. Die Tagesordnung wird ja rechtzeitig bekannt gegeben. Die Mehrheit der Vereinsmitglieder interessiert sich aber nicht dafür, sie will nur Tischtennis spielen. Das ist legitim, aber dann braucht man eine Abteilungsleitung, die auch ohne speziellen Auftrag im Vereinsinteresse handelt.
Im Kreistag nun hat ja jeder Vereinsvertreter das Recht, Änderungswünsche zur WSO und anderen wichtigen Themen vorzutragen und darüber abstimmen zu lassen. Auch sind ja viele Entscheidungen auf Kreisebene für sich möglich.
Mit diesem Votum (Abstimmungsauftrag) gehen nun die Delegierten für den Beirat bzw. den Verbandstag (also nicht der Kreiswart alleine) in die "nächsthöhere Stufe". Rechtzeitig angemeldet, können dort verbandsweite Beschlüsse angeregt, diskutiert und abgestimmt werden. Auch kann dort über Themen des DTTB und Aufträge an die Verbandsverteter diskutiert werden.
Die Umsetzung geht also meist nicht über Nacht, kann schon mal zwei Jahre brauchen.
Woran liegt es also, wenn die "Basis" unzufrieden mit den Funktionären ist?
a) zu wenig Interesse an der Lösung bekannter Probleme
b) die falschen, ungeeigneten Personen wurden in die Funktion gewählt oder gar gedrängt.
Ich schätze, weit über 90 Prozent aller Spieler ist das auch egal. Sie wollen nach Feierabend Sport treiben und ggfll. ein Bierchen trinken. Diese werden hier auch nicht "Revolution!" schreien.
Die anderen, die hier an die Unfähigkeit der Funktionäre glauben, mögen mal in sich gehen und überlegen, ob sie nicht das eine oder andere "Amt" (ist ja eher eine Arbeitszuteilung) besser als der derzeitige Funktionär machen können und ihn entweder aktiv unterstützen oder ablösen wollen.