Einzelnen Beitrag anzeigen
  #32  
Alt 20.11.2009, 17:08
Benutzerbild von Setz-It
Setz-It Setz-It ist offline
registrierter Besucher
Foren-Urgestein - Master of discussion *
 
Registriert seit: 03.09.2009
Beiträge: 5.661
Setz-It ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Rückenschmerzen

Zitat:
Zitat von JanMove Beitrag anzeigen
Na ja, jetzt wird Off-Topic: Falsch!
Richtig wäre es, wenn Du den Zusatz "die was taugt" anfügen würdest.
Wir müssen jetzt hier nicht so weit gehen, prinzipiell die Qualität sämtlicher Fachzeitschriften, wo auch Ärzte im übrigen mit Naturwissenschaftlern um die Publikationen konkurrieren, infrage zu stellen und die Qualität der einzelnen Artikel durchzugehen.

Zitat:
Zitat von JanMove Beitrag anzeigen
Das ist auf alle Fälle eher die Regel als die Ausnahme.
Ich weiß nicht, woher Du diese Gewissheit hast, bei den meisten, die ich kenne, sind die 6 Wochen und mehr eher die Zeit, die für das finale Schreiben im Anschluss an Versuche, Datensammeln usw. aufgewendet wird.

Zitat:
Zitat von JanMove Beitrag anzeigen
Lass es meinetwegen auch 2 oder 3 Monate sein. Aber mit einer 3-5 jährigen Arbeit in einem anderen Fach ist dies in keinster Weise zu vergleichen.
Habe ich schon geschrieben, dass es nicht äquivalent zu einer normalen naturw. Dr.-Arbeit ist, das hat auch keiner behauptet und ist auch nicht das Ergebnis von Dummheit oder Faulheit der Ärzte, sondern von einer anderen Prüfungsordnung. Eine med. Dr.-Arbeit soll/darf eben gar nicht so lang sein. Ein Mediziner wird üblicherweise auch nicht während seiner Promotion bezahlt usw. wie die Kollegen der anderen Fachrichtungen. Deshalb kann man da tatsächlich nicht den gleichen Maßstab anlegen. Es gibt, wie gesagt auch viele, bei denen es eben wirklich mehrere Jahre dauert, incl. selbst entwickelter Methodik, Zellkultur, Tierversuchen usw. Ich weiß auch gar nicht, warum Du hier so einen großen Punkt daraus machst - es kommt doch niemand auf die Idee, dass alle Abschlüsse gleich viel wert sind, Studiengänge gleich schwer sind, jedes Diplom gleich schwer zu bestehen ist, oder jeder gleichbezahlte Job gleich anstrengend oder fordernd ist.

Zitat:
Zitat von JanMove Beitrag anzeigen
Selbst wenn wir jetzt mal grosszügigerweise den Vergleich mit einer Diplomarbeit in einem anderen Fach zulassen, dann gibt's per definitionem eigentlich keinen Diplom-Titel für eine reine Literaturarbeit und erst recht keinen Doktortitel. Wie schon gesagt sollte es den Titel für wissenschaftliches Arbeiten geben, und nicht für die Fähigkeit irgendetwas zusammenschreiben zu können.
Man kann auch in anderen, wie z.B. den Geisteswissenschaften einen Doktortitel für eine literaturbasierte wissenschaftliche Arbeit erhalten. In den Literaturwissenschaften werden auch keine praktischen Versuche oder Messungen durchgeführt. Eine wissenschaftliche Arbeit ist durchaus auch mit Literatur möglich. Das Schreiben einer guten Übersichtsarbeit, die alle wesentlichen Aspekte der aktuellen Literatur beleuchtet und Schwachpunkte benennen kann und Perspektiven für das Feld aufzeigen kann, halte ich für eine wichtige integrative wissenschaftliche Leistung, auch wenn die Qualität der Resultate sehr unterschiedlich sein kann.

Zitat:
Zitat von JanMove Beitrag anzeigen
Man kann ja durchaus der Auffassung sein, dass ein guter Arzt nicht unbedingt ein guter Wissenschaftler sein muss (das sehe ich auch so). Aber warum braucht er dann den Doktortitel? Nur eben weil es gesellschaftlich gefordert wird?! Ich mach das den Ärzten nicht zum Vorwurf. Jedoch weiss ich wie ich deren Titel einzuschätzen habe.
Es gibt sicher solche und solche. Dass es gesellschaftlich teilweise gefordert wird, ist das eine, solange nicht aufgeklärte Patienten danach den Arzt auswählen, kann man es auch keinem verdenken. Zum anderen kann es auch der Ehrgeiz des einzelnen sein, sich zu behaupten, es zu versuchen, wissenschaftlich zu arbeiten. Für weitere Ärzte ist die Doktorarbeit eine Mitvoraussetzung für weitere wissenschaftliche Projekte Förderungen einwerben zu können oder später habilitieren und berufen werden zu können.
Letztendlich stehe ich Dir Deine Sicht der Dinge zu. Aber bitte schere nicht alle über einen Kamm und verunglimpfe den med. Doktortitel als solchen, was zum Titel geführt hat, siehst Du nämlich beim einzelnen nicht ohne Dich tiefer damit zu beschäftigen.

Nachtrag: Um zu vermeiden, dass wir hier komplett aneinander vorbeireden, reden wir hier über deutsche oder Schweizer Verhältnisse? In Österreich ist es es ja auch nochmal anders...

Geändert von Setz-It (20.11.2009 um 22:40 Uhr)
Mit Zitat antworten