aus der sicht eines top-spielers:
fuer mich ist der grosse ball (jetzt) ganz okay.
das grösste problem ist die ball-qualität, und die war anfangs wirklich mies (egal welche marke). die bälle waren eindeutig zu weich, und eierten unglaublich.
an vernünftiges tt war nicht zu denken...mir kam da eher der gedanke ans lotto-spielen...
wenn ich mich an den world-cup erinnere...
als erstes grosses turnier mit dem grossen ball war es eigentlich eine katastrophe!
noch nie haben top-spieler so viele einfache fehler gemacht (mich nicht ausgenommen), und lange ballwechsel gab es eigentlich gar keine...
ich hab öfters an den letzten world-cup 99 gedacht, weil dort (im ernst) praktisch jedes spiel auf unglaublich hohen niveau gespielt wurde. auch mit extrem langen ballwechseln...ein genuss zum zuschauen (auch für mich!)
dir situation war nicht einfach: die meisten spieler hatten nicht genügend zeit für eine umstellung, weil sie sich ja bis zum schluss auf sydney konzentriert hatten - auf der anderen seite konnte man viele punkte (und geld) machen.
es hat nur einer von den teilnehmern nicht in sydney gespielt, und dieser spieler hatte auch als einziger genügend zeit sich umzustellen. ratet mal wer...
der spätere sieger ma lin!
also, im klartext: die erste ball-produktions-serie ist alles andere als spielbar.
seit meinem ersten europaliga-spiel kann ich aber wieder hoffen...
diese joola-bälle sind bedeutend besser.
auch die nitakku premium, von der pro-tour in schweden waren gut.
ich meine, die qualität wird von monat zu monat besser, und damit auch die spielbarkeit.
ich denke mal, dass einige von euch sicherlich noch mit bällen der ersten produktion zu kämpfen haben!
ich habe mit "wichtigen" leuten der ittf darüber diskutiert, die mir bestätigt haben, dass der grosse ball eigentlich ein jahr später kommen sollte, aber bei einer ittf-sitzung überraschenderweise knapp FÜR die einfuhr schon 2000 abgestimmt wurde. von den ball-produzenten wurde behauptet: "kein problem", sie könnten schnell gute qualität produzieren, was sich aber nicht bewahrheitet hat.
so, genug zum thema ballprobleme...
hier ist meine generelle meinung über regeländerungen...
prinzipiell finde ich den grossen ball als einen schritt in die richtige richtung...
man kann mit sehr risikoreichen ersten schlägen nicht mehr so viele punkte machen, das spiel ist langsamer und gewinnt so mehr an qualität.
ich empfinde den spin-unterschied als nicht so grass...aber das ist wohl individuell verschieden.
von einer regeländerung beim service halte ich rein gar nichts.
ich muss immer wieder mitansehen wie regeln, die bestehen, einfach nicht gezählt werden.
z.b. treffen sehr viele (auch top-) spieler (absichtlich oder nicht

) den ball hinter dem körper, und haben so einen beachtlichen vorteil. oder einige (wenige) geben dem ball beim aufwerfen mit den fingern rotation mit (wobei letzteres nicht soooo viel ausmacht...).
was mich stört ist, dass dieses "problem" sehr viele junge spieler haben, ob es nun unachtsamkeit ist, oder schlamperei, oder absichtlich gemacht wird.
ihr unparteiischen, aufwachen!
im klartext: bestehende regeln anzählen, dann braucht man auch keine regeländerung!
zu einer änderung am zählsystem will ich folgendes loswerden:
ich hab mir schon öfters nach einem verlorenen spiel gedacht: "eigentlich hab ich insgesammt mehr punkte gemacht als er!"
soll heissen: vielleicht sind kürzere sätze ein ausweg...
kopfzerbrechen bereitet mir eigentlich nur der aufschlagwechsel.
so wie bei der pro-tour in frankreich gespielt wurde, ist sicher keine lösung. (best of 7, bis elf, 5(!)punkte servicewechsel) man stelle sich jetzt mal das doppel vor, wo man innerhalb eines satzes nicht mal zum eigenen service kommt!
irgendwie ist mir aber eine änderung des zählsystems doch schon ein zu grosser eingriff in unseren sport.
fazit:
grosser ball: JA!
service ändern: NEIN!
PS: eines könnte ich mir doch vorstellen: das netzt ein bisserl höher machen...back to the roots!!!