|
@ D.G., Günter
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte mit "Schielen nach dem Geld" weniger die Kinder, sondern mehr die Eltern.
In diesem Thread geht's ja in erster Linie ums Geld. Eltern wollen wissen, wieviel denn ihre Tischtennis spielenden Kinder "wert" sind, was man denn für sie in den jeweiligen Ligen "bezahlt". Abgesehen davon, dass ich persönlich das für einen verkehrten Ansatz in Sachen Persönlichkeitsentwicklung halte, erzeugt das, weil "die Bezahlung" halt das ganze Jahr über geschieht, möglicherweise Stress oder Druck und dient nicht nur - wie bei einer Ferienarbeit - der gelegentlichen Aufbesserung des Taschengeldes. Das ist auch keine Frage der Moral, Günter, sondern eher eine des "richtigen" Weges, um gelassen, zufrieden und glücklich zu werden.
Um (erneuten) Missverständnissen vorzubeugen: Das Thema ist spannend und es ist den fragenden (fortune39 meint "naiven") Eltern auch kein Vorwurf zu machen, dass sie das Thema aufgreifen. Im Extrem führt das jedoch zu dem, was Paul zum Thema Tommy Haas geschrieben hat. Die Haas-AG mag - für den Spieler und die Eltern - mehr oder weniger erfolgreich sein, die mögen vielleicht sogar reich geworden sein (was im Tennis immer noch geht, im Tischtennis nicht): Dennoch ist aus dem Ausnahmetalent Tommy Haas keiner geworden, den die breite Öffentlichkeit ins Herz geschlossen hat, nach meinem Dafürhalten auch keiner, der in irgendeiner Weise als "Vorbild" dienen kann, keiner, der im Interview einen zufriedenen, glücklichen Eindruck macht.
Ich habe kein Problem damit, dass Hochleistungssport treibende Tischtennisspieler - auch junge - selbst unterhalb des Profisports Unkosten erstattet bekommen. Für die auch sportliche Entwicklung spielt das aber mE eine eher untergeordnete, und wenn der Erfolgsdruck wegen des Geldes zu groß wird (Prämien), sogar eine negative Rolle.
|