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Zitat von AlexM
Die Erklärungen mögen ja ganz ok sein, ich finde aber dennoch nicht, dass sich das scheinbar gewünschte Ergebnis wirklich in der Realität bewahrheitet.
1. Profis spielen harte Schwämme nicht, um mehr Spin zu erzeugen, sondern weil es in vielen Situationen "überlebensnotwendig" ist, entsprechenden Speed zu erzeugen. Seit dem frischklebe Verbot ist die TT-Industrie noch mehr bestrebt, Spinelastizität und Schnelligkeit in einem Belag zu vereinen, was mit einem einfach nur harten Schwamm nicht realisierbar wäre.
2. Theorie hin oder her - die Ballkontaktzeit erhöht sich und durch das tiefere Eindringen des Balles erhöht sich wohl auch die Reibungsfläche bei einem weichen Schwamm.
3. Ich gehe davon aus, dass ein Profi mit einem weicheren Schwamm mehr Spin erzeugen kann, als mit einem harten, allerdings würde er dann einige "zu langsame TS" in seiner Klasse abgeschossen bekommen.
4. Viele Spieler (auch die in höheren Klassen) haben mit weicheren aber extremeren TS deutlich größere Probleme, als mit schnellen TS (schaut es Euch einfach mal an), allerdings kehrt sich das ab einer gewissen Spielklasse um.
5. Die gelieferten Erklärungen gehen nicht auf ein bewusst langsamer gewähltes TT-Spiel ein, bei dem auch kurze Bewegungen aus dem Handgelenk oder Unterarm eine größere Rolle spielen.
6. Selbst wenn es stimmen würde, dass harte Schwämme mehr Spin erzeugen könnten, so dürfte das oftmals bevorzugte weichere Ballgefühl eines weichen Schwammes deutlich entscheidender sein, als ggf. etwas mehr Spin im Speedspiel - insofern ist die These für reine Amateure m.E. eher akademisch.
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fullqoute!
Geiler post, so ist es.
Je härter ein Belag/Schwamm ist, um so exakter und mit mehr Impetus mußt Du den Ball treffen. Dann - und nur dann - kommt das Potential eines harten Schwammes zum Tragen.
Können ganz wenige handeln.
Warum sonst machen sich die Superprofis die Beläge weich?