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@B.B.
leider ist es so, dass Leistungsdruck auch ohne Geldbezug aufgebaut wird, so z.B. bei allen Qualifikationsturnieren, egal ob nun auf unterer Ebene oder auch in der deutschen Spitze, wenn es z.B. um die Nominierung für die Europameisterschaft geht. Ich habe hier oftmals Kinder heulen sehen, wenn sie verloren haben und sich so nicht für die nächste Stufe qualifizieren konnten.
Dieser hier bestehende Leistungsdruck ist mit Sicherheit x-mal größer, als wenn es um die Aussetzung einer im Vergleich zum Taschengeld, was die Kids heute großteils bekommen, läppischen Siegprämie geht.
Wenn man Deiner These folgt, dass sich Leistungsdruck gesundheitlich negativ auswirkt, dann wäre es für alle Eltern unverantwortlich, ihre Kinder zu solchen Qualifikationsturnieren zu schicken.
Du sagst weiter, wer "unter Druck" steht, hat den Kopf nicht frei und spielt deshalb (besonders in Entscheidungssituationen) schlechter. Warum wurde denn nun die Wettspielordnung bei den Ranglistenturnieren auf Bundesebene (TOP 48 und TOP 16) erst heuer geändert? Man wollte gerade die Kinder bewusst und verstärkt diesen Entscheidungssituationen aussetzen.
Hintergrund: so sollen sie sich auf internationaler Ebene besser durchsetzen lernen.
Also wäre es doch auch förderlich, durch Prämien diesen Leistungsdruck zu erzeugen , damit die Kinder lernen sich besser durchzusetzen. Ich besteite jedoch, dass durch eine Prämie in geringer Höhe überhaupt ein Leistungsdruck entsteht.
Ich meine deshalb, Du machst aus einer Mucke einen Elefanten und bewertest den Stellenwert einer Siegprämie in der Höhe, wie ich sie genannt habe, völlig über.
Geändert von D.G. (10.05.2003 um 11:16 Uhr)
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