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Alt 04.12.2000, 10:11
Ulli Ulli ist offline
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Ulli ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Im Tischtennis ist das schon komisch mit der Einstellung zum Aufwärmen.
Ich spiele auch Volleyball und bin da selbst (Jugend)-Trainer - und da sind von einer 2-Stunden-Trainingseinheit 20-30 min für "Aufwärmen" einprogrammiert - danach geht man erst an den Ball und spielt sich ein.
Das Aufwärmen besteht aus Laufen (manchmal auch ein Spiel, bei dem man viel Laufen muß), Gelenkmobilisation und vor allem ein paar Kräftigungsübungen - ohne die macht man sich beim Volleyball alles kaputt. Jeder Kräftige Muskel entlastet Gelenke und Bänder. Dabei trainieren wir nicht die, die beim Volleyball eh schon belastet werden, sondern vorallem Rücken- und Bauchmuskeln.
Im TT wird das leider noch viel zu wenig gemacht - es klagt aber doch bald jeder über Rückenprobleme. Mit so ein paar vernünftigen Übungen in jeder Trainingseinheit (und danach einem warmen Rücken) wäre schon viel getan.

Dehnen gehört meiner Meinung nach weniger ins aufwärmen, vielleicht, wenn jemand Probleme mit bestimmten Muskelgruppen hat, dann ja, aber nicht länger als 8 sec.
Wer sich ausgiebig dehnt, wird merken, dass er dabei eher wieder kalt wird.
Dehnen gehört ans Ende jedes Trainings/Spiels um langfristig Muskelverkürzungen zu vermeiden (nur ein langer Muskel kann die volle Leistung erbringen) und da dann ruhig 20 sec. Das verhütet außerdem Muskelkater.

Dass Kinder sich weniger aufwärmen müßten, ist wohl richtig, aber wer's nicht von Anfang an lernt, fängt nicht später plötzlich damit an. Auch das Ausdehnen am Ende sollt mit den Kindern von Anfang an praktiziert werden, dass es zur absoluten Selbstverständlichkeit wird.

So long!

Ulli

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