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Alt 14.05.2003, 01:59
Cheftrainer Cheftrainer ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von fuxx2000
...dieses Verfahren wird ein Ende und ein rechtskräftiges Urteil haben. Beide Seiten werden dies akzeptieren müssen. Und im Falle einer juristischen Niederlage glaube ich nicht, dass der Vorstand des HTTV tausende Emails verschickt und gegen Herrn Buckholt wettert.
@Fuxx2000:

So kann man auch geschickt einige Fakten verdrehen.

Im Gegensatz zu Buckolt hat der HTTV ja die Möglichkeit das offizielle Organ zu nutzen? Oder glaubst du, dass Freudenberger sich weigern wird, das Ganze zu veröffentlichen??? Also bleib bitte sachlich. Davon mal abgesehen, hat der HTTV als Reaktion auf Buckolts Mail ja auch eine Mail an mehr als Tausend Mitglieder gesandt.

Buckolt hat auch nicht gegen den HTTV "gewettert" sondern absolut sachlich das Urteil der Revisionskammer gedeutet und beurteilt.

Wenn jemand so einseitig falsche Behauptungen aufstellt, dann würde mich interessieren warum (jeder der Buckolts seitenlangen Brief kennt, weiß, dass er sich nur um das Urteil der Revisionskammer drehte und nicht eine "Breitseite" gegen den HTTV war). Man darf schließlich nicht vergessen, dass der Brief die Reaktion auf die monatelange Weigerungshaltung des Presserats war, diesen Leserbrief zuzulassen.

Ansonsten weiß jeder wie das Urteil aussehen wird. Der Richter hat es ja bereits bei der Begründung der Ablehung des Widerspruchverfahrens des HTTV mehr als nur angedeutet.

Und wie soll man die Tatsache werten, dass trotz eindriglichen Anraten des Richters und scheinbar auch des eigenen Anwalts eben das Urteil noch offiziell gefällt werden muss?

a) Man ist sich seiner Sache trotz allem immer noch sicher (naja, im Gegensatz zu der Ansicht des eigenen Anwalts und der Andeutungen des Richters) und will in Berufung gehen.

b) Man will das Verfahren offiziell erst nach dem Verbandstag beenden, selbst wenn es weitere Kosten verursacht.

Und natürlich wird Buckolt das Urteil akzeptieren. Inzwischen sollte wohl jeder wissen, dass rechtsstaatliche Grundsätze eben auch ein Sportverband nicht ignorieren darf. Damit ist der Ausgang des Verfahrens absolut sicher (dazu sollte man die EInschätzung des Prozessbeobachters Sascha Eichmann lesen, die einige Beiträge vor diesem steht).

Apropos, Neuses hat die Strafe meines Wissens nach nie wirklich akzeptiert. Man hat eben nur das letzte Mittel (Gang vor ein ordentliches Gericht) gescheut. Dies als Zustimmung zu deuten ist sicherlich falsch und wieder nur einseitig dargestellt.

Und noch etwas:

Zitat:
Original geschrieben von fuxx2000
...Leider wurde aber der Weg über ein öffentliches Gericht gewählt. Auch hier KANN man geteilter Meinung sein, ob solche Angelegenheiten vor einem Sportgericht nicht besser aufgehoben sind!?!
Du solltest Dich besser mit den Fakten auseinandersetzen, dass würde solche falschen "Interpretationen" verhindern. Wenn jemand vom HTTV "rausgeworfen" wird, nur weil er Kritik übt, dann gibt es leider keinen anderen Weg als der Weg über ein ordentliches Gericht. Natürlich hätte Buckolt den Rauswurf akzeptieren können, aber als kompetenter Rechtswissenschaftler wusste er eben, dass seine Kritik berechtigt war. Er hatte dem HTTV angeboten bei der Satzungsänderung mitzuwirken. Aber nach dem "Rauswurf" war diese "Tür" verschlossen.

Buckolt hatte den Weg über das Gericht nicht gewählt um Neuses im Nachhinein Recht zu geben oder um das Urteil der Revisionskammer aufzuheben (dies hätte nur Neuses selbst machen können und wenn man die Urteilsbegründung des Amtgericht von heute Mittag zugrundelegt, hätte Neuses dies auch geschafft).

Buckolt hatte gegen seinen "Rauswurf" geklagt. Und nachdem das Gericht ihn per einstweiliger Verfügung wieder eingesetzt hatte, hat man ihn danach bei Verfahren eben anders "vor der Tür gehalten" und zwar mit Befangenheitsvorwürfen. Auch dagegen hatte Buckolt geklagt.

Wenn man es genau nimmt, dann war es sozusagen eine Klage gegen den Umgang mit Kritikern, der Nichteinhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze, der ausgeübten Zensur usw. Solche Dinge sollte man bekämpfen.

Ich finde es sollte ein "kategorischer Imperativ" sein, solche Verhaltensweisen nicht zu tolerieren. Toleranz gegenüber Andersdenkenden, die Umgangsformen gegenber Kritikern, an solchen Punkten muss man eben noch viel arbeiten.

Und trotz der Gefahr, dass ich mich wiederhole:

"Kritikfähigkeit ist eine Charakterstärke!"


Abschließend noch:

Zitat:
Original geschrieben von fuxx2000
...Leute, "die da oben" sind weder Verbrecher, noch Massenmörder noch sitzen sie auf ihrem Präsidententhron und denken sich "Wie könnte ich denen da unten mal wieder eins auswischen?" Stellt euch vor, es sind tatsächlich auch Menschen, die für unseren Sport etwas rausholen wollen. Wenn ihr schon im Weg nicht immer übereinstimmt, glaubt ihr nicht dass man das gleiche Ziel verfolgt?
Eigentlich kann ich Dir in diesem Punkt absolut zustimmen. Die Form der Kritik ist sicher manchmal weit daneben gewesen.

Aber zum Thema "gleiches Ziel" sei noch angemerkt, dass alle Entscheidungen in dieser Sache nicht mehr rational gefällt werden sondern nur noch emotional. Prinzipiell arbeitet der HTTV Vorstand sicher für das gleiche Ziel und Verbrecher sind es auch nicht, aber manche Methoden können einfach nicht hingenommen werden.

Ich kenne zwar auch nicht den Inhalt der "Bitsch"-Beweisakte, aber zumindest in einem Punkt wurde ja Anke Schreiber der bewussten Lüge "überführt".

Sie hat in ihrem Schreiben an tausende Mitgleider der HTTV schließlich in einer Passage die Unwahrheit behauptet.

Sinngemäß eben, dass es keine Zensur gegeben hätte, sondern die Leserbriefe nur wegen der Sommerpause des "PLOPP" nicht veröffentlicht werden konnten.

Der Herausgeber des Plopps (N. Freudenberger, auch angehöriger des HTTV-Vorstands) hat danach ja gesagt, dass er per Email (vom 3. August glaube ich!!!) verboten bekommen hatte, die Leserbriefe des Herrn Buckolt zu veröffentlichen.

Damit ist nicht der komplette Vorstand der Lüge überführt, aber zumindest Anke Schreiber hat bewusst die Unwahrheit in einem Schreiben erzählt.

Übrigens habe ich von Herrn Freudenberger noch erfahren, dass er danach innerhalb des Vorstands scharf kritisiert wurde mit "du fällst uns in den Rücken!!!" und Ähnlichem. Alles nur weil er der Presse die Wahrheit gesagt hatte und der Wahrheitsgehalt des Briefes der Präsidentin nun ganz anders beurteilt werden musste.

Geändert von Cheftrainer (14.05.2003 um 02:35 Uhr)
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