Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Das Wort 'Gewinnmaximierung' habe ich nur ein einziges Mal verwendet ...
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OK, Du windest Dich etwas. Dein Beispiel mit dem Gerangel um die Mutterbrust (wobei Du die ungerechte Rolle des Vaters hierbei wieder mal außen vor lässt

) sollte belegen, dass Gewinnstreben schon von Geburt an beim Menschen angelegt ist. Du wirst wohl hoffentlich jetzt nicht die Goldwaage rausholen und sagen, dass Gewinnstreben ja etwas ganz anderes sei.
Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Das schließt z.B. ein, dass ein Kleinkind einem anderen Kind die Rassel wegnimmt, obwohl es selbst gerade mit einem anderen Spielzeug beschäftigt war. "Das will ich auch haben" inkludiert dabei "Das soll das andere Kind nicht mehr haben". Korrigiert wird das dann eventuell durch die Eltern ...
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Aus Erfahrung als Vater würde ich Dir hier vehement widersprechen. Antrieb für das Wegnehmen ist sicher nicht die später im BWL-Studium oder der Banklehre verinnerlichte Raffgier des Kindes, sondern ausschließlich Neugier und Spieltrieb. Hierbei wird versucht nicht nur herauszufinden, was man mit der rassel anstellen kann, sondern noch viel mehr, was man mit dem Kollegen und den lieben Eltern anstellen kann.
Das Horten von Besitztümern ist bei kleinen Kindern m.E. nicht vorhanden. Meist ist die Rassel gleich wieder uninteressant, wenn der Kollege sich nicht wehrt. Letztlich geht es doch immer nur um die Frage, was passiert wenn ... ?
Deshalb ist jede Rechtfertigung des bei uns vorherrschenden wirtschaftlichen Handelns aus naturgegebenen Eigenschaften aus meiner Sicht völliger Nonsens und eine billige Ausrede, sich nicht damit beschäftigen zu müssen, dass gerade die Erziehung für das spätere Handeln verantwortlich ist.