Für alle, die sich wundern:
Bei dem Prozeß waren außer den beiden Parteien anwesend:
1. Sascha Eichmann
2. Ich
3. ein blonder junger Mann, den ich nicht kannte, vermutlich ein interessierter Jura-Student.
4. Der Vater von Oliver
5. Der Richter natürlich
Ich wollte zunächst gar nichts dazu schreiben, erst als es leichte Konfusion gab, ob es in dieser Verhandlung nur um die einstweilige Verfügung oder um etwas weiter greifendes ging, habe ich mein "Schweigegelübde" gebrochen.
Eine der Parteien (Oliver) hat mich per Email darauf hingewiesen, daß meine Darstellung in einem Punkt (formell/materiell) nicht stimme und mich um Korrektur gebeten. Das habe ich selbstverständlich gemacht, soweit es die Fakten betraf. Dafür hat sich Oliver bedankt und das als fair bezeichnet.
Martin erweckte in seinem Post ing den Eindruck, er sei bei der Verhandlung dabei gewesen :
"Diese Einschätzung wurde ganz klar vom Richter vetreten. "
Er war aber nicht dabei. Ich vermute (Achtung: Vermutung, keine Tatsachenbehauptung!), daß er von Oliver dessen Prozeßeinschätzung übernommen hat. Ist auch sein gutes Recht, nur sollte man das dann auch so formulieren.
Auch bei Sascha habe ich den Eindruck gewonnen, daß ein Teil seiner Beiträge von Oliver beeinflußt wurde.
Schade, daß Oliver sich bisher nicht selbst zu Wort gemeldet hat, sondern SEINE Sicht der DInge (die ich ihm voll zugestehe!) von anderen äußern läßt. Er hebt die Steine auf und läßt andere werfen. Wobei ich nicht werten möchte, ob das Werfen der Steine an sich vielleicht begründet ist.
Daß Sascha die Sache Olivers deutlich erkennbar unterstützt, ist sein gutes Recht; ich finde es prima, wenn junge Leute in Konflikten eindeutig Position beziehen.
Ich selbst nehme für mich das Recht heraus, die Welt nicht schwarz-weiß zu betrachten, sondern in möglichst viele Graustufen aufzulösen. Wichtig ist mir hier der Umgang miteinander, vielleicht bin ich auch nur harmoniesüchtig.
Ich möchte jedoch darauf hinweisen: Wenn man mich lange genug in eine bestimmte Ecke drängt, darf man sich nicht wundern, wenn ich eines Tages auch dort ankomme und mich vielleicht dort wohlfühle. In einer Ecke zu sein, macht vieles einfacher. Vor allem kommen die Steinwürfe dann nur noch aus einer Richtung.
Aber wer in einer Ecke steht, dessen Blickwinkel beträgt aber halt nur noch 90 statt der möglichen 360 Grad.
@sj:
danke für deinen Versuch, du kriegst ein Sternchen dafür, für 30 Sternchen gibt es einen Döner, mache ich im Training auch so
Einfacher wäre es gewesen, Sascha hätte hätte geschrieben: "Sorry, ich hatte das anders gemeint" - aber es ist der Beruf der Juristen, schwarz solange hell zu reden, bis es weiß erscheint.