Zitat:
Zitat von Luckaffe
um auf andiles ersten Beitrag (letzte Zeilen) einzugehen:
Um (sagen wir ruhig erst mal kurzfristig, vll. 6 Monate bis 1 Jahr) "besser zu werden" ist es sinnvoller seine Stärken weiter zu verbessern und erst danach an den individuellen Schwächen zu arbeiten.
Was haltet ihr von dieser Behauptung?
Selbstverständlich muss beim Training der eigenen "Stärken" auch darauf geachtet werden diese im Wettkampf (effektiv) einsetzen zu können.
Ich vermute jetzt einfach mal, dass es sich hier (arbeite ich, um besser zu werden, erst an meinen Schwächen/Stärken oder versuche ich beide gleichermaßen zu trainieren...) um verschiedene Trainingsphilosophien handelt. Jeder wird selbst entscheiden müssen wie er am besten fährt.
Seid ihr auch dieser Meinung, bzw. habt ihr schon eigene Erfahrungen damit gesammelt?
Grüße
Luckaffe
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wohl wahr...
Hauptsächlich würde ich wohl zwischen Grundlagen- und Leistungstraining unterscheiden. (Wobei ich nicht behaupten will, dass das der offiziellen Wortwahl entspricht)
Mein Gedanke:
Das Grundlagentraining zielt hierbei auf eine Form von technischer Perfektion:
Immer wieder die eine oder andere Bewegung verinnerlichen, immer wieder die Erfolge auf Null setzen und immer wieder kontrollieren, ob es in dem Stadium bereits Sinn macht das Ergebnis, den Lernerfolg zu automatisieren.
So bringen wir den Spielern langsam und langfristig die einzelnen Schläge bei und das dauert.....
und niemand soll glauben, dass das in weniger als 2 Jahren zu schaffen ist.
Das Leistungstraining, die Überlegung wie ich an Spielstärke gewinne und das Spiel in einer Wettkampfsituation auch dominant ( nicht zwangsläufig offensiv! ) zu gewinnen, steht dann auf einem ganz anderen Blatt.
Mit einem sehr guten Aufschlag und einem sehr guten Vorhand-Topspin kann ein Spieler erschreckend weit kommen. Dies bedeutet allerdings auch, dass er sich seiner Stärken und seiner Schwächen bewusst ist und sein gesamtes Spielkonzept danach auslegt. Das Extrembeispiel wäre wohl: Ma Lin.
Die Frage: "Wie werde ich besser?" müsste man demnach prizipiell nach der benannten Differenzierung vertiefen:
Stilistisch, technisch besser werden oder aber ( im Anschluss ), dass eigene Spielkonzept zur Perfektion treiben.
@andile:
Ich finde die Aufzählung vom Schlumpf schon ziemlich perfekt.
Das naheliegendste "Bücher lesen" fehlte in einer ansonsten kompletten Aufzählung. Das fand ich lustig
Beste Grüße!!