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AW: Hochklassiges Abwehrspieler mit NI (Tacki C, Donic Slice 40...)
Vorhand übrigens nen dünner Sriver FX, Rückhand ein RITC 729, ebenfalls dünn, auf All-Holz.
In Sachen Schnitt haben wir das hier schon mehrmals besprochen:
Die Meisten, die Klaus kennen, stimmen zu, dass sein Schnitt auf der VH bei gut getroffenen Bällen zumindest vor wenigen Jahren noch auf Chetinineniveau lag.
Ich habe mehrfach gesehen, dass auch ganz gute Leute wirklich perfekt getroffene VH-Sägen nicht weiter als bis zur eigenen Grundlinie bekamen.
Klar ist aber auch:
Die Ansicht Schölers, wenn denn so vorgetragen (kenne den fraglichen Artikel nicht), man könne auch auf Spitzenniveau im Herrenbereich mit 2 NI-Belägen Schnittabwehr spielen, ist abwegig.
Bei den Damen zeigt seit Jahren die Serbin Erdelj, dass es für die weitere europäische Spitze reicht.
Tempo und Spin im MODERNEN Herren-TT sind aber noch einmal ein ganz anderer Schnack.
Die Noppe dient doch hier in erster Linie als Kontrollbelag mit relativ niedriger Schnittanfälligkeit und der Möglichkeit, recht leicht ziemlich viel Schnitt auf TS zurückzugeben.
Warum wohl haben so wenig Abwehrer die Umstellung auf Kurznoppen, wie nach dem erfolgreichen Auftritt Ding Songs bei der WM 93 propagiert, hinbekommen?
Aus meiner Sicht sind es Kontrollprobleme verbunden mit größerer Schnittanfälligkeit.
Dies wird mit Noppeninnenbelägen doch schlicht noch drastischer.
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird im Artikel eine weitere Vergrößerung des Balles ins Kalkül gezogen, um die Möglichkeiten für Abwehrer zu erhöhen.
Aus meiner Sicht ist dies zumindest bei dem was bisher an größeren Bällen verfügbar ist blanker Unsinn.
Ich empfehle einmal das Nutzen der "Large Balls" (44mm), mit denen ja bereits ausreichend Erfahrungen vorliegen.
Damit verliert TT dann endgültig seinen eigentlichen Charakter weil Rotation keinerlei Rolle mehr spielt.
Bevorzugtes Material dürften möglichst fixe Kurznoppen werden nach dem Motto: Wer kontert hier am schnellsten.
Wenn das alles so vorgetragen wurde, wie es mir dargelegt wurde, ist das für mich ein neuerlicher Beleg dafür, dass Herr Schöler wirklich zu weit weg vom modernen TT ist, um dort noch als Ratgeber zu taugen.
Vielleicht wäre die Netzhöhe eine Möglichkeit, auch dazu gibt es ja wohl Untersuchungen. Mittels Unterlegscheiben für alte Garnituren wäre das auch nahezu kostenneutral.
Die Angreifer bräuchten mehr Bogen und könnten weniger leicht "durchladen". Korrekt?
Gruß Tom
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