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AW: Sympathiebomben im tischtennis
Hätte Timo gegen Dima verloren und anschließend gesagt er hätte verdient gewonnen, er war mir heute überlegen, hat überragend gespielt etc., DAS wäre Größe. Das nach einem Sieg zu sagen, bedeutet eigentlich gar nichts. Das war viel mehr eine Aufmunterung an Dima, der während des Interviews neben ihm stand. Nicht mehr.
Nach einem genialen Spielzug des Gegners zu klatschen oder den Daumen hochhalten, das hat schon eher was mit wahrer Größe zu tun. Damit zollt man ihm den höchsten Respekt ab. Das fehlt mir bei Timo einbisschen. Sowas ähnliches hab ich bei ihm bis jetzt glaube ich nur einmal gesehen. Das war das Spiel gegen Liqin bei der WM in Bremen, wo dieser DEN Mördertopspin gezogen hat. Da konnte man in seinem Gesichtsausdruck auch sehen: "Boah, was für ein Schlag. Respekt!" (ich denke ihr wisst was ich meine).
Ansonsten ist mir Timo einfach zu emotionslos. Fast schon wie die älteren Topchinesen. Und der nette Handschlag am Ende oder die ach so freundlichen Interviesw reißen da auch nichts raus. Sieht für mich alles gewissermassen gespielt/gestellt aus.
Von daher hab ich für Maze gestimmt. Einer der sich nach dem Sieg noch so richtig freuen kann (siehe dieses EM-Finale), oder mal sauer wird wenn was nicht klappt wie er es sich vorgestellt hat. Das ist menschlich und hat nicht umbedingt etwas mit Unprofessionalität zu tun (ansonsten bräuchten ja die meisten Kreisligisten jede Woche nen neuen Schläger). Selbst beim Snooker geht manchmal ein Queue zu Bruch, also dem Gentlemen-Sport schlichtweg. Beim Fussball flippt jedes Spiel jemand aus, aber sind ja alles nur Amateure. Es doch einfach langweilig, wenn jeder Spieler völlig rund ist, keine Kanten zum Anstoßen hat, perfekt ist. Wie war das nochmal? "Wenn alle super sind, dann ist es keiner mehr!" Meine Meinung dazu...
Geändert von Der Terminator (17.01.2010 um 23:13 Uhr)
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