Zitat:
Zitat von Florian L.
Um es nicht zu lang werden zu lassen, außerdem inhaltlich klar abgegrenzt, mache ich einen Doppelpost.
Ich schreibe die Artikel meiner Mannschaft für die Lokalpresse (hier: Thüringer Allgemeine). Damit verdiene ich mir auch ein kleines Taschengeld, was sich auf etwa 4-5 Euro pro Artikel beläuft. Meine erste Frage: Bekommt ihr auch ein Honorar für eure Arbeit?
Was mich aber immer ärgert, ist, dass meine Artikel nicht nur gekürzt werden, sondern teilweise umgeschrieben. Das Kürzen kann ich verstehen, wenn der Platz beschränkt ist. Jedoch gebe ich mir solche Mühe, stilistisch anspruchsvoll zu schreiben, und dann wird das auf das übliche Lokalsportniveau gedrückt.
So habe ich bei unserem letzten Spiel bewusst versucht, den allseits berühmt-berüchtigten BILD-Stil zu imitieren (als Experiment). Ich habe viel mit elliptischen Satzstrukturen und Reizwörtern gearbeitet. Denke, dass es mir auch gelungen ist, aber jedes Mal, wenn ich ein Satzglied bewusst rausgelassen habe, hat der Redakteur (mit dem ich aber prinzipiell gut zusammenarbeite) dieses wieder eingefügt.
Ein anderes Mal schrieb ich einige Alliterationen, die auch schön zerpflückt wurden.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen?
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Zeitungen haben da ihre eigenen stilistischen Richtlinien. War beim Zukunftstag mal bei ner Zeitung. Durfte dort auch einen kleinen Artikel schreiben. In dem schrieb ich soetwas wie: Im Rahmen der Buchmesse wurde...
Daraus wurde dann: Bei der Buchmesse...
Der Kerl mit der sich das durchgeguckt hatte, sagte mir, dass die nie im Rahmen schreiben würden, sondern immer bei, weil das kürzer ist und die wollen den Sprachstil ihrer Zeitung glaub ich möglichst einheitlich haben.
Ist aber mehr Vermutung...