Zunächst einmal: Sympathie ist es viel zu Subjektives, um es objektiv beobachten und einschätzen zu können. Zumal die meisten wohl noch nie persönlichen Kontakt zu den Profis hatten und der Sympathie-Eindruck der mehr oder minder verzerrten Darstellung der Medien geschuldet ist.
Ich kann ich die Einschätzung vieler Forum'ler hier nicht teilen:
Ich find es absolut unsympathisch, wenn sich ein Tischtennisprofi nicht beherrschen kann, gegen den Tisch tritt oder seinen Schläger durch die Halle pfeffert (hier ist Maze als Paradebeispiel aufzuführen). Desweiteren verstehen es manche Spieler enorm gut, mit Sarkusmus über die eigene Spielschwäche hinweg zu täuschen und den Gegner mit unterdrückter, verzerrter Miene zu guten Ballwechseln zu beglückwünschen (Weixing: bei dem kommt das manchmal so verbittert rüber und daher künstlich)
Samsonov ist mir während des Spiels auch total unsympathisch, weil er den Gegner immer so grimmig beobachtet und allgemein so "kalt" am Tisch steht.
Obwohl ich mir vorstellen könnte, dass er privat sehr sympathisch sein kann.
Die deutschen Spieler sind halt typisch deutsch, eher unterkühlt in ihren Emotionen. Boll hat meiner Meinung nach eine Sonderstellung: Weil er so im Rampenlicht steht, muss ihm bei Interviews auch immer ein guter Spruch einfallen und das kann mitunter auch sehr künstlich wirken.
Von den Europäern finde ich Kreanga eigentlich recht sympathisch, der kämpft um jeden Ball, gute Mischung aus Emotionen und Beherrschung!
Werner Schlager finde ich sehr erwachsen und reif, sein Auftretet gefällt mir im Allgemeinen auch sehr gut!
Am Sympathischsten ist mir aber mit Abstand Joo Se Hyuk! Sehr ruhig, sehr freundliche Ausstrahlung, kann im Vergleich zu den Chinesen Emotionen zeigen! Perfekt...