Zitat:
Zitat von Florian L.
Auf welchen Aufschlag ist denn der Flip wirklich effektiv? Seiten- bzw. Überschnittaufschläge geraten häufig so lang, dass sie sehr gut angezogen werden können. Auf kurze Aufschläge ohne Schnitt ist der Flip so schwierig anzuwenden, dass das eigentlich kaum zu machen ist. Lange Überraschungsaufschläge fallen sowieso raus.
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Also am einfachsten ist der Flip auf kurze leere oder fast leere Aufschläge. Ich sage mal, dass das die "natürliche" Antwort darauf ist. Dies ist auch mehr oder weniger der einzige Fall, bei dem ich flippe. Warum macht der Gegner einen leeren Aufschlag? Weil ein Schupf oftmals zu hoch wird und direkt angezogen werden kann! Auf einen Unterschnittaufschlag ist das Risiko höher, den Flip zu versemmeln, und ein kurzer oder langer aggressiver Schupf ist als risikolose Alternative problemlos möglich.
Als relativ sicherer Spieler ist für mich Tischtennis im wesentlichen ein Abwägen von Wahrscheinlichkeiten, und "Zufallsbälle" spiele ich prinzipiell im Match nicht (ausser vielleicht gegen nominell viel stärkere Gegner).
Einer meiner Liebingstrainingspartner serviert bewusst zu 95% kurz leer oder fast leer und zwingt mich damit zur Flipantwort. Dies finde ich recht unangenehm, da er auf meinen nicht so festen Flip immer gleich aggressiv nachsetzen kann. Das Ganze ist aber taktisch sehr interessant, da ich es dann immer über die Platzierung versuche, und seine Antworten inzwischen ziemlich gut kenne.