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Alt 23.05.2003, 22:30
Bernd Beringer Bernd Beringer ist offline
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Wir müssen uns, denke ich, eines vor Augen führen: Timo Boll, ein 22-jähriger Junge, hat den Tischtennissport in Deutschland in ein neues Medien-Zeitalter geführt. Noch nie wurde so viel über Tischtennis geschrieben, diskutiert und gesendet wie zur Zeit. Millionen Menschen sehen jetzt unseren Sport, immer mehr verstehen ihn, immer mehr sind von ihm fasziniert.

Das alles verdanken wir (fast ausschließlich) Timo Boll, der es innerhalb eines Jahres geschafft hat, von einem sehr guten Spieler zur Nummer Eins der Welt zu werden. Das heißt: Er allein trägt die Last dieses (notwendigen) Medienrummels, er vermarktet - stellvertetend für uns alle - unseren Sport.

Dass dies neben den Spielen und dem Training ungeheuer belastet, sieht jeder ein, der selbst Tischtennis spielt. Ich behaupte mal: Kein anderer Tischtennisspieler der Welt hat in den letzten Monaten so eine auch mentale Belastung auf sich nehmen müssen wie Timo Boll.

Da brauchen wir uns wahrlich nicht zu wundern, wenn er bei der WM unter ganz großem (auch Medien)Druck gegen einen ja wahrlich nicht schlechten Chinesen knapp verliert.

Den Übergang zu finden vom Bundesliga-Star zum Welt-Star ist schwierig und verdammt anstrendend. Wir alle sollten Timo die Zeit dazu lassen - er wird es schaffen! Drücken wir ihm die Daumen!
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