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AW: Europe Youth Top 10
Hallo, ich verfolge die Spiele und das Geschehen um den weiblichen Nachwuchs schon einige Jahre. Insbesondere die Jahrgänge um Barthel/Matzke über Solja,A./Stähr bis zu Winter/Mühlbach/Solja,P.
Im Jugendbereich hatten alle mehr oder auch weniger internationale Erfolge zu verzeichnen.
Den Sprung in die Nationalmannschaft der Damen hat Barthel z.B. geschafft, bei Matzke und Stähr muss man sehen und abwarten wie sich das entwickelt.
Sicherlich gehören dann Winter, Mühlbach und Solja,P. zu den nächsten Anwärtern.
Meine Meinung ist, das eine Nationalmannschaft zentral trainiert werden muss.
Es geht ja nicht nur um Einzelspieler, sondern auch um einen Teamwettbewerb sowie Doppel. Gerade für den Teamwettbewerb ist es wichtig, das neben den Einzelkönnern auch der Teamgeist zählt. Die Kameradinnen können von außen viel durch Anfeuern zum Erfolg beitragen. Diesen Teamgeist kann man nur beim gemeinsamen Training erfahren.
Entscheidend ist dabei, das es der Bundestrainer versteht, aus erfahrenen Spielern und den jungen Wilden eine Mannschaft zu formen.
Die älteren Spielerinen stehen voll im Leben, es ist alles größtenteils geregelt, der Bundestrainer muss sich da nur um das eigentliche Training kümmern.
Bei den jüngeren Spielern ist es anders. Aus der heimatlichen Umgebung gerissen, Schulstress, Bundeswehrgrundausbildung, Umzug ins Internat oder eigene Wohnung, dann noch Training jeden Tag, das kann einem sicher schon über den Kopf wachsen. Der Bundestrainer und sein Trainerstab (sofern es einen gibt) ist da anders gefordert. Die jungen Spieler brauchen Zeit, damit diese behutsam aufgebaut werden können, ich denke mal so 2-3 Jahre.
Man sollte sie so jung nicht gleich an den älteren Spielern messen, ansonsten werden sie vergrault und verlieren die Lust am Tischtennis in der Nationalmannschaft. Hier ist neben den täglichen Trainigskram auch Verständnis, Einfühlsamkeit und Erfahrung im Umgang mit jungen Spielern gefragt. Denn nur Spieler die sich wohlfühlen, können auch Topleistungen abrufen. Und dabei sollte es auch nötig sein, individuell auf jede einzelne Spielerin eingehen zu können. So viele sind es ja nicht.
Die, die von den jungen Spielern den Weg nach Düsseldorf gewählt haben, wollen sicherlich in der Nationalmannschaft voran kommen und Ihr Land vertreten. Und wenn es momentan nicht so gut läuft (Matzke/Mühlbach/Stähr) sollte man den Spielerinnen Zeit geben. Ich hoffe, das auch der Bundestrainer das erkannt hat und entsprechend umsetzen kann. Die Strategie ist schon richtig Zentral zu trainieren, nur der richtige Mann oder auch Frau muss dies als verantwortlicher Trainer entsprechend umsetzen.
Wenn das z.B. Winter und Solja,P. nicht wollen, kann man sie auch nicht dazu zwingen den Schritt nach Düsseldorf und Nationalmannschaft zu gehen.
Und auch die Väter müssen dann mal loslassen können, denn viele Köche verderben den Brei.
Fazit:
1. Zentral in Düsseldorf Nationalmannschaft trainieren ist richtig.
2. Der Bundestrainer muss dabei diesen schweren Aufgaben gewachsen sein,
er muss dies auch leben können.
3. Auch die Spielerinnen müssen bereit sein, Entbehrungen auf sich zu
nehmen.
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