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AW: Wird der Flip überbewertet?
Moin,
also ich finde den Flip sehr wichtig, wenngleich man ihn vergleichsweise selten einsetzen kann.
Er ist für mich ein wesentliches taktisches Mittel, nicht unbedingt der Riesen Punktelieferant.
Beispiel:
Man hat den Gegner mit seinem normalen Spiel relativ gut in Griff, obwohl das Spiel noch nicht wirklich entschieden ist. Man selbst sieht keine Veranlassung etwas grossartig zu ändern (nach aktuellem Stand wird das Spiel nach Plan ausgehen), der Gegner befürchtet jedoch den Verlust und führt taktische Varianten ein. Ich würde mal behaupten, in unteren Ligen sind das zu 70% kurze Aufschläge. Wenn bei langen Aufschlägen 75% der Ballwechsel weg gehen, so habe ich mit dem Flip die Möglichkeit, dem Gegner den Wind aus dem Segel zu nehmen und einen erwarten Rückschlag von mir zu bekommen. Mental ist es ein grosser Vorteil,denn eine zweite Alternativstrategie haben die wenigsten Gegner in den unteren Ligen, schon weil diese oft nicht 'komplette' Spielsysteme haben.
Der Flip sieht im Bewegungsablauf sehr ähnlich aus zu einem VH Schupf (rechtes Bein an den Tisch), aber erst nach der Ausholphase ändert sich der Schlagablauf, das ist für den Gegner relativ schwer zu 'lesen'.
Wenn man einigermassen sicher ist mit dem Flip, also zB. diesen in der Richtung zu variieren, so sind wiederum von 2-4 Versuchen des Gegners noch mal 2-3 Punkte drin.
Die Befürchtung 'danach wird das Spiel schnell' sehe nicht als Nachteil, da man eigentlich im Vorteil ist, wenn man weiss, was danach mit hoher Wahrscheinlichkeit passieren wird.
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Holz:Eigenbau Koto/Abachi ALL
VH: FS 729Cream/SST 2.0 RH: Dawei Inspirit Quattro 1.8
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